Hallo

Ruhig ist´s hier gerade. Also auf dem Blog. Im echten Leben natürlich nicht, da wird weiter gestaltet, gewerkelt, gebastelt, gelebt. Manchmal hab ich schlichtweg keine Lust, darüber zu berichten oder überhaupt Zeit im Netz zu verbringen. Dann ist das alles Zeitfresser, Ruheräuber, Nervkram... Und dann auch wieder Inspirationsquelle, Entdeckungsort, Vernetzungsmöglichkeit, Spielwiese. Mit dem Wissen und dem Gefühl für diese beiden Seiten navigier ich mich hier durch.

 

Entstanden sind in letzter Zeit viele Ton-Sachen, nach wie vor große Keramik-Liebe. Manchmal gehen Teile schief, aber ich bleibe neugierig und probiere weiter und lerne dazu. Try and error.

Genau wie beim Stoff färben mit Naturmaterialien, darüber demnächst mehr:-) Aus den avocadogefärbten Stoffen sind ein paar neue Täschchen entstanden. 

Und der kleine Hund hat aufgehört zu Wachsen und ist jetzt ganzschön groß. Mit großen Flausen im Kopf und großer Freude am Leben. Jetzt gehen wir erstmal raus und genießen den tollen Sommertag.

Habt´s gut.

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Stoff - avocadogefärbt und bedruckt

Das Färben von Stoff mit Naturfarben finde ich immer wieder spannend, leider sind die Ergebnisse - vor allem nach dem Waschen - oft eher ernüchternd. Das hält mich jedoch nicht davon ab, es immer wieder mal zu versuchen. Diesmal mit Avocado und Rotkohl.

 

Für den Farbsud wurden saubere Avocadoschalen und -kerne sowie Rotkohl kleingeschnippelt und jeweils in einem eigenen großen Topf mit Wasser aufgekocht, eine Stunde geköchelt und über Nacht stehen gelassen. Pflanzliche Fasern (Baumwolle, Leinen) lassen sich schwieriger färben als Fasern tierischen Ursprungs (Wolle/Seide), damit sich die Farbstoffe besser mit den Stofffasern verbinden, kann man den Stoff vorher beizen, dafür gibt es diverse Mittelchen wie Alaun, Weinstein, Eisensulfat usw., also eine ziemlich chemische Angelegenheit (genauere Angaben kann z.B. hier sehr detailliert nachlesen, ein anderer netter Artikel übers Naturfärben hier).

 

Ich habe Aluminiumdiacetat benutzt, das ist nämlich nichts anderes als essigsaure Tonerde und erschien mir am wenigsten unangenehm. In der Beizlösung wird der Stoff eine Stunde geköchelt, über Nacht stehen gelassen, dann ausgespült, dann kann er in den Farbsud, wird darin wieder eine Stunde geköchelt, über Nacht stehen gelassen, dann ausgespült und nach einem Gang in der Waschmaschine mit Feinwaschmittel bzw. dem Trocknen sieht man dann endlich, was übrig bleibt von der Farbe im Stoff.

 

Fazit: Rotkohl ist durchgefallen, es blieb nur gräulich über, Avocado dagegen liefert eine überraschend schöne Palette an lachsrosa Tönen. 

Und das Naturfärben ist eine zeitintensive Tätigkeit, und zwei Tage lang diverse Töpfe mit merkwürdig riechendem Pflanzensud (Rotkohl!) in der Küche stehen zu haben, ist auch nicht jedermanns Sache:-) Trotzdem haben naturgefärbte Textilien einen besonderen Charme und deshalb werde ich es wieder tun.

 

Ein paar Stoffstücke wurden gleich noch bestempelt, die beiden Pflanzenstempel sind selbst geschnitzt, die kleine Ananas und der Hase sind aus dem Fundus und wurden mal gekauft, ich weiß aber nicht mehr wo. 

Für Frau Müllerins Sammlung gibt es noch ein kleines Frühblüher-Schnippelbild (farbiges Papier ausgeschnitten auf Packpapier). Willkommen Frühling!

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Neues aus alten Jeans

Jeans-upcyling: neue Dinge aus alten Jeans genäht  (develloppa)

Am liebsten mag ich Jeans, wenn sie Gebrauchsspuren haben, abgewetzte Stellen, Risse werden bei besonders geliebten Hosen geflickt, bis es nicht mehr geht. Dann bekommen manche ein zweites Leben, zum Beispiel als Täschchen, Sonnenbrillenhülle oder Topflappen.

 

Für das Rautentäschchen wurden Stoffstreifen aneinander genäht, dann im 45°-Winkel wieder in Streifen geschnitten und diese versetzt wiederum zusammen genäht.

 

Die Topflappen wurden aus Resten zusammengepuzzelt, die Aufhänger sind aus dem unteren Rand vom Hosenbein (knappkantig abgeschnitten). Wenn bei mehreren Lagen Jeans die Nähmaschine streikt, kann man versuchen, durch langsames Drehen des Handrädchens über die dicken Stellen zu nähen. Trotzdem habe ich zwei Nähnadeln geschrottet.

 

Und so oft es geht, wird der Küchentisch zum Töpfertisch. Große Ton-Liebe im Moment.

Schön anzuschauen, wenn jeder Handgriff sitzt.

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Große Schalen

Zwei neue Schüsseln sind fertig geworden, ziemlich groß und dünnwandig, handgebaut in Würstchentechnik, mit Pinselglasur glasiert. Es wurde bei beiden Schüsseln jeweils innen und außen dieselbe Glasur benutzt, und doch sind die Außenseiten sehr verschieden ausgefallen. Einziger Unterschied beim Auftragen war, dass bei einer Schüssel der obere Rand mit der hellen Innenglasur bepinselt wurde, bei der anderen mit der dunklen Außenglasur.

Immer wieder spannend, wie unberechenbar ein Glasurbrand ausfällt. Das Feuer kann ein Gefäß sowohl zerstören als auch adeln. 

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Punkt-Liebe

selbst bedruckte Punkte-Täschchen von develloppa

Bunte Punkte machen fast immer gute Laune, kein Wunder, erinnern sie doch irgendwie an Konfetti.

Hier wurden sie auf einen Vorhangstoff vom Möbelschweden gestempelt, die Kleinen mit der Radiergummiseite eines Bleistift, für die Großen wurde ein aus Moosgummi ausgeschnittener Kreis auf ein Holzstück geklebt. Die Farben sind Textildruckfarben, nur 4 verschiedene, aus rot, blau, gelb und weiß kann man so ziemlich alles mischen. Aus dem selbstgemachten Konfettistoff (bloß nicht zu ordentlich stempeln) sind ein paar neue Täschchen entstanden. Schönen Dienstag!

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Vasen wie aus Stein

kleine Vase.  handmade by develloppa

Kalt war es in den letzten Tagen. Der Hund tapste zum ersten Mal vorsichtig über dünnes Eis. Und ein paar neue Stücke aus Ton sind entstanden, die gut in die winterliche Farbpalette passen. Die Glasur namens Marmorweiß benutze ich gerade besonders gern, man kann bzw. sollte sie schön unregelmäßig auftragen, das Ergebnis ist also immer eine kleine Überraschung, und sie erinnert nach dem Brand sowohl optisch als auch haptisch an schmeichelglatten Stein.

 

Die kleinen Vasen und der taubenblau glasierte Krug sind handaufgebaut (geliebte Würstchentechnik), für die Butterdose habe ich einen Ton-Quader innen ausgehöhlt, bis er ganz dünnwandig war. So dünnwandig, das er sich beim Brennen ganz leicht verzogen hat, was der Butterdose aber ganz gut steht. Das passgenaue Brettchen (unter dem Deckel ist das Holz höher, damit der Deckel nicht rutscht) hat ein Freund gemacht, der mit Holzwerkzeugen besser umgehen kann als ich, merci. 

 

Dieses Lied, vor fast 50 Jahren gesungen von einer großartigen Frau, immer noch bewegend. 

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have a beautiful day

Täschchen von develloppa

Draußen ist noch alles grau und weiß, aber hier halten schonmal ein paar frühlingsfrische Farben Einzug, sowohl auf Stoff als auch auf Papier.

 

Für das Täschchen wurde naturfarbener Stoff mit Klebepunkten und Klebebuchstaben (Bastelgeschäft) versehen und anschließend mit Textilfarbe besprüht. Man sollte nicht zu nass sprühen, sonst kriecht die Farbe unter die abgeklebten Stellen. Nach dem Trocknen alles abfriemeln, bügeln und ein Täschchen draus nähen, oder was Anderes.

 

Heute schon gelächelt?

 

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Sterne und Rauten

Nächtliches Plätzchen backen, basteln, werkeln - was für manche nerviger Stress ist, ist für mich wie Yoga, ich kann stundenlang darin abtauchen, zu innerer Ruhe kommen, Freude am Tun haben. 

 

In Nachtarbeit entstanden sind diesmal Sterne und Rauten, ganz vorweihnachtlich.

 

Die kleinen Sternanhängsel wurden aus Stoffresten genäht, mit sämtlichen Zierstichmustern der Nähmaschine versehen, mit Füllwatte gefüllt und in Zweige gehängt.

 

Die köstlichen gefüllten Lebkuchen  wurden noch warm duftend in Rauten geschnitten, sie tragen den schönen Namen schlesische Pfefferkuchen und sind nach diesem Rezept gebacken.

 

Und das entstandene Muster, mit linolgeschnitztem Stempel auf Stoff und Papier gestempelt, macht sich gut als zukünftige Geschenkumhüllung.

 

Liebste diesjährige Weihnachtskarte - diese.

 

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Ein kleines bisschen Sommer auf Stoff

Hallo September (develloppa)

Der Garten ist noch voller Blüten, und ich wollte gern ein paar von ihnen auf Stoff verewigen. Naturfärben sozusagen. Im Netz bin ich über eine Anleitung gestolpert, wo die Büten fest in ein Stück feuchten Stoff gerollt und zusammengeschnürt werden, die Stoff-Blüten-Wurst dann in ein Schraubglas voll Wasser gesteckt wird und nach ein paar Tagen ist das Ergebnis sensationell. Bei mir war das Ergebnis nach ein paar Tagen allerdings nur sehr leicht pastellig fleckiger Stoff. Funktioniert so also nicht. 

 

Das neue handgetöpferte Gefäß soll eigentlich eine Schüssel sein, eignet sich aber auch gut  als Vase für die hübschen Hortensienblüten.

Beim zweiten Blüten-Färbe-Versuch habe ich zum Hammer gegriffen. Blüten und Blätter wurden auf eine Zeitung gelegt, das Stoffstück darüber und dann wurde geklopft, am besten tut man das auf einer stabilen Unterlage (bei mir Gehweg), bis der zermatschte Pflanzensaft durch den Stoff dringt. Direkt nach dem Ausspülen war das Ergebnis noch sehr vielversprechend, aber nach ein paar Stunden an der Luft bzw. einer Runde im Feinwaschgang blieb auch hier nicht mehr viel übrig. 

Fazit: Ohne spezielle Behandlung bzw. Beize erzielt man anscheinend keine dauerhaft haltbaren Ergebnisse beim Färben mit Naturmaterialien, allerdings schreckt mich der Einsatz von Alaun- oder Eisenbeize doch (noch) ab.

Aus den Stoffstücken entstanden ein paar kleine Kräuterkissen für den Kleiderschrank, so wurde der Sommer zwar weniger auf dem Stoff, dafür umso mehr im Stoff konserviert, sie duften großartig nach Bergwiese und Minze und Lavendel und Kräutern quer durch den Garten.

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Spitzendruck

In meinem Nähregal gibt es ein Kästchen voller Spitze. Nun ist Spitze ja nicht so mein Ding, aber die Stücke sind zum Teil sehr hübsch und alt und schon vergilbt und aus dem Fundus meiner Mutter, sowas kann ich nicht einfach wegwerfen. Aber zweckentfremden, das geht immer. Wie z.B. hier bei den Tonanhängern. Oder man benutzt sie, um Muster zu drucken. Dazu die auserwählte Spitze schön glatt auf ein Stück Stoff legen, mit Stecknadeln fixieren und mit einem borstigen Pinsel Stoff- oder Textilsiebdruckfarbe aufstupfen. Je weniger sich die Spitze verschiebt, desto besser wird das Ergebnis. Mit einem Schwämmchen hat das Ganze übrigens nicht so gut funktioniert.

 

Auf Natur- oder Leinenstoff find ich´s am schönsten. Und dann zerschnippelt, mit passendem Stoff kombiniert und zu kleinen Täschchen vernäht, so gefällt mir Omas olle Spitze.

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paradise is now

Paradiesische Muster werden im Juni bei Frau Müllerin gesammelt.

Blüten, Blätter, pink + grün, das sind die Farben, die ich bei Paradies als erstes im Kopf hatte. Mit Filzstiften und Fineliner wurde das kleine Muster aufs Papier gekritzelt, mit Monstera-Blättern, die ich so gern mag.

 

Monstera-Blätter gibt es auch auf dem Stoff, der seit Längerem im Regal liegt und der jetzt endlich vernäht wurde. Dünn und weich fallend, sommerlich, perfekt für eine Frau Frieda. Das Schnittmuster hat auf jeden Fall Wiederholungspotential. Und da sie aus Webware genäht wird, hat man auch nicht das Gehöddel mit welligen Nähten oder sich einrollenden Schnittkanten wie manchmal bei Jersey.

 

Überhaupt ist der Garten und die Natur im Moment auch paradiesisch, die knalligsten Blüten hat zur Zeit die Pfingstrose, den betörendsten Duft der Holunder.

 

Und eine paradiesische Farbe hat auch der Schnittlauchblütenessig bekommen, dafür Schnittlauchblüten (gewaschen und gut abgetrocknet) randvoll in ein sauberes Glas füllen, mit hellem Essig (ich habe hellen Balsamico benutzt) auffüllen, Glas zuschrauben, 4-5 Tage stehen lassen, immer mal schütteln. Dann das Ganze durch eine Kaffeefiltertüte filtern. Sonst kann ich mit aromatisiertem Essig wenig anfangen, aber hier finde ich die Farbe toll und er passt super zu Tomatensalat.

 

"This morning, with her, having coffee."  (Johnny Cash, when asked for his description of paradise)

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Stoffdruck mit Pflanzen

mit Farnblättern bedruckter Stoff (by develloppa)

Mit hübsch geformten Blättern oder Pflanzen zu drucken ist eine schöne Möglichkeit, ein Stückchen Natur auf Stoff zu verewigen. Hier seht ihr die Ergebnisse mit Farn und diversen anderen Blättern aus dem Garten.

 

Die filigranen Farnblätter habe ich vorher etwas gepresst, damit sie glatt werden, aber nicht ganz trocken, sonst zerbröselt das Ganze beim Drucken. Mit einer Rolle die Stoff- bzw. Siebdruckfarbe auf eine Seite aufbringen, auf den Stoff legen, mit einem Stück Papier oder Stoff abdecken, gut andrücken (ich habe ein Buch benutzt), vorsichtig wieder abziehen. Ein Farnblatt hat ca. 3-4 Drucke ausgehalten. Je filigraner die Pflanze, desto schwieriger ist sie mit Farbe bestrichen umzudrehen und auf dem Stoff zu platzieren. Man kann auch einfach frische Blätter nehmen, am besten eignen sich stabile und blattaderreiche Blätter wie z.B. Salbei. Wenn man die Farbe auf der Blattrückseite aufbringt, kommt die Aderung besonders schön zu Geltung.

 

Für einen Negativdruck kann man auch Blätter/getrocknete Pflanzen auf dem Stoff anordnen, einen unbeschichteten Siebdruckrahmen oder Gaze darüberlegen und mit einer Rolle die Stofffarbe darüberrollen. So deckt man allerdings  fast den kompletten Stoff mit Farbe ab und er wird somit etwas steif.

 

Die genähten Täschchen gefallen mir so gut, dass hier demnächst wohl noch weitere Blatt-Stoffe gedruckt werden.

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kleinkariert

"Kleinkariert" gilt auch als Synonym für engstirnig, spießig, nicht weltoffen. Kleinkarierte Menschen scheinen nicht in der Lage zu sein, über ihren eigenen Tellerrand hinauszuschauen, sie leben in ihrer eigenen, als spießig empfundenen Welt und können die Lebensweise anderer nicht tolerieren. Der Begriff wird abwertend benutzt und häufig mit Verhaltensweisen wie Nörgeln, Schimpfen und ständiger Unzufriedenheit in Verbindung gebracht. Niemand umgibt sich wohl gern mit kleinkarierten Menschen.

Kleinkarierte Muster dagegen sind beliebt, schön anzusehen und werden diesen Monat bei Frau Müllerin gesammelt.

 

Meine Karos sind mit Aquarellfarbe gepinselt, wegen Gartenblick in Blütenfarben, die Azaleen stehen gerade in voller Pracht.

Dann gibt es noch ein Karomuster auf Stoff, dazu hab ich weißen Stoff mit Klebeband (längs halbiertes Malerkrepp) beklebt und mit verdünnter Textilfarbe in pink und orange besprüht bzw. mit der guten alten Zahnbürstentechnik bespritzt. Das ging gut, ist nur ganz wenig unter den Stoff gelaufen und wird wohl ein Täschchen.

Und zuguterletzt noch was Genähtes: bei einem neuen Pullover habe ich eine Stoffwebtechnik versucht, dazu das Rückenteil zweimal ausgeschnitten und oben an Ärmel- und Halsnaht zusammengenäht, damit nichts verrutscht, dann das unten liegende Teil bis vor die Naht in Längsstreifen geschnitten, das obere Teil bekam Querschnitte bis jeweils kurz vor den Rand und dann wurden die Längsstreifen abwechseln über und unter die Querstreifen gefummelt, gewebt halt. Der Sweatstoff rollt sich allerdings an den Rändern etwas ein und beim Tragen rutscht alles etwas nach unten und ist ganzschön wurschtelig, also Idee gut, Praxistest naja geht so. 

Spanische Gewächshäuser sehen von oben irgendwie auch kariert aus.

 

Das hier ist nicht kariert, sondern ein Fisch

 

Bei so viel Augenfutter noch das hier - eine tolle Erklärung für diese schwimmenden Dinger in den Augen.

 

Und ein Lied - von einem seit gestern 75Jährigen.

 

Die Farben der Akeleien in meinem Garten - develloppa

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Siebdruckfische

Im Rahmen der FrühlingsmailART (Fischmuster auf Stoff gesiebdruckt) trudelten hier in den letzen Wochen allerfeinste Fischstöffchen ein, es war immer eine große Freude, die bunten Umschläge aus dem Briefkasten zu angeln und zu sehen, wie verschieden und kreativ das Thema umgesetzt wurde. 

 

Ganz froh, die Letzte in der Gruppe zu sein, hatte ich mir zwar recht früh ein Sieb nach Kristinas Anleitung gebaut, bespannt mit Siebdruckgewebe 54T, und zum Drucken Siebdruckfarbe (Deka 2000) gekauft, dann ruhte das Projekt erstmal bis zum letzten Wochenende vor dem Verschicktermin, ein klarer Fall von Aufschiebetechnik:-)

 

Ich hatte kleine zweifarbige Fischschwärme im Kopf, auf hellblauem Stoff mit großen hellen Punkten im Hintergrund. Also wurde erstmal der weiße Baumwollstoff im Topf gefärbt, die hellen Kreise habe ich danach mit Bleichmittel und sehr hellblau verdünnter Farbe in zwei Durchgängen gestempelt, vier Lagen Siebdruck schienen mir für den Erstversuch Siebdruck dann doch zu viel, außerdem hat ein Probekreis gezeigt, dass reines Weiß irgendwie steif und hart nach dem Trocknen wird. Vor dem eigentlichen Siebdruck hatte mein Stoff also schon 3 Runden Waschen und Bügeln hinter sich.

Ich hatte eine große Grafikhülle aus durchsichtigem Kunststoff in genau Siebdruckrahmengröße zuhause (also nach dem Aufschneiden zwei gleich große Folien) und dachte, super Idee, die ist schön stabil und so kann ich gut zwei Lagen übereinander bringen (Position der Folie mit Folienstift auf dem Paketband-Rand des Siebdruckrahmens anzeichnen, Position des Siebes mit Malerkrepp auf dem Stoff markieren), das hat auch gut funktioniert. Aaaaber: das Auscuttern der Fische war mühsam, man musste ganz viel Druck geben, um durch die recht dicke Folie zu kommen, Rundungen gingen fast gar nicht, weshalb die Fischlein dann ganz andere Muster bekommen haben als gedacht, und die Hand tat noch zwei Tage später weh. 

Das Drucken mit einem kleinen Plastikrakel ging dann aber überraschend gut, ich habe die Farbe "pur" (also keinen Trocknungsverzögerer o.ä.) benutzt.

Die Muster auf den kleinen Fischen sind anders als geplant, aber feiner konnte ich die Folie nicht schneiden, die kleinen Fisch-Augen wurden auch später gestempelt.

Nachdem die Fischschwärme gedruckt waren, war mir noch zuviel Platz auf dem Stoff und ich wollte gern noch Papierschablonen ausprobieren. Also skizzierte ich noch zwei gemusterte Einzelfische, wobei ich anfangs dauernd Denkfehler hatte, was denn jetzt stehen bleibt und was weggecuttert. Das Cuttern aus dem Butterbrotpapier war aber so viel leichter und angenehmer als aus der Folie, und das Drucken damit hat auch gut funktioniert. Die Schablonen haben die 8 Drucke und noch einige auf Papier gut durchgehalten, beim Abziehen am Ende haben sie sich sich allerdings "aufgelöst".

Ich habe den Stoff übrigens vor dem Drucken geviertelt, so konnte ich gut auf dem Esstisch drucken, und die fertigen Stücke dann zum Verschicken noch längs geteilt.

 

Mithilfe der herausgecutterten Folienfische entstanden noch kleine Kärtchen, sie wurden als Vierer-Formation auf Bastelkarton gelegt, mit stark wasserverdünnter Farbe besprüht, nach dem Trocknen abgenommen und mit Fineliner mit dem Muster versehen, das ihnen ursprünglich vorgesehen war.

Aus den Resten gab es noch mehr Spielereien (wie den Negativdruck der Papierschablone), und total schön finde ich die übereinanderliegenden Schatten im ausgewaschenen Sieb.

 

Fazit: Siebdruck ist noch fremd und ungewohnt und es gibt noch eine Menge zu lernen, man macht das nicht mal eben zwischendurch, sondern braucht Zeit und Muße, es macht aber großen Spaß, man kann es gut zuhause machen, und es gibt tolle Ergebnisse und ich werde auf jeden Fall weiter machen. Danke für den Anstupser und die tolle Aktion!

 

Hier kann man übrigens alle gesammelten FrühlingsmailART-Werke bewundern. 

 

Ich zeige demnächst nochmal alle Stöffchen der Gruppe zusammen (eins steht noch aus) und was daraus dann entstanden ist.


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Fischpost und Rautenmuster

Lange bin ich herumgeschlichen um den Siebdruck, hab ihn vor mir hergeschoben und erst auf den letzten Drücker gedruckt, aber am Montag sind meine Fische in die Post gegangen. Geschafft. Und viel dazu gelernt. Noch finde ich Stempeln berechenbarer und einfacher, aber es hat Spaß gemacht und da ich nun das Material dafür besitze, werde ich es auf jeden Fall weiter probieren mit dem Siebdruck.

Von meinem Stoff zeige ich nächste Woche mehr, ich wollte nicht alles vorweg nehmen, bevor die Post angekommen ist.

Diese drei schönen Fischstöffchen sind in den letzten Wochen noch zur Sammlung dazu gekommen, und sie passen so gut zusammen! Danke Corinna, Rima und Jeanette!! (leider alle ohne Blog)

Nun bin ich gespannt, was aus den tollen Stoffen entsteht.

Beim Mustermittwoch werden in diesem Monat Karo- und Rautenmuster gesammelt.

Von mir gibt es Rauten, mit Filzstift und weißem Fineliner gezeichnet, und irgendwie gefällt mir die Version, bevor ich  weiter mit weiß überkritzelt habe, besser. Manchmal ist weniger eben mehr. 

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von grau bis gelb

handgetöpferte Keramik von develloppa

Es gibt wieder ein paar neue Stücke aus dem Brennofen - und ich mag sie sehr. Aus grauem Ton, den ich schöner finde als weißen, deshalb durfte bei Schüsselchen und Tasse der untere Rand unglasiert bleiben. Gefreut habe ich mich, dass das Glasurexperiment mit dem Kaltwachs funktioniert hat. Den hatte ich eigentlich mal für Stoff gekauft, das hat aber nicht gut funktioniert, aber jetzt kann ich das flüssige Wachs beim Töpfern verwenden. Bei dem kleinen Salzfässchen habe ich zuerst die Blätter mit schwarzer Glasur gepinselt, anschließend mit dem Wachs überpinselt, dann das Ganze in die sandsteinfarbene Glasur getaucht - durch das Wachs perlt die Glasur von den Blättern ab, und dann braucht man noch eine Portion Glück, dass die Glasuren beim Brennen nicht ineinander verlaufen, was manchmal passiert. Das Wachs verbrennt übrigens rückstandslos im Ofen. 

 

Gefreut hab ich mich auch über die kleinen Schlüsselblumen, die im Garten blühen. In freier Natur stehen sie unter Naturschutz.

 

Und ein Rezept möchte ich noch mit euch teilen, für eine köstliche indische Creme, gefunden bei Katrin, auf dem unteren Foto zu sehen im mittleren Schüsselchen, sehr lecker, sehr ungewöhnlich.

Dazu 150 g Frischkäse und 150 g Schafskäse grob vermischen, 2 EL Olivenöl, 1 EL Honig, 1 TL Kurkuma, etwas Pfeffer und Salz gut verrühren und über die Käsemischung kippen,  6-8 getrocknete Datteln (kleingeschnitten) und 1 TL Schwarzkümmel (vorher leicht in der Pfanne geröstet) unterheben. Brot dazu reichen. Es fragt garantiert jemand von den Gästen nach dem Rezept:-)

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Konfetti

Ein sehr kalter, schneeverregneter Aprilmontag verlangte nach Stimmungsaufhellern.

 

Heraus kam ein Konfettipullover, genäht aus dickem weichen Sweatstoff, das Schnittmuster ein bisschen Frau Toni, ein bisschen Eigenbastelei (Rundhalsausschnitt statt Kapuze), nach dem Nähen bekam der cremefarbene Pulli noch einen Schwung bunter Kreise aufgedruckt, für die ich meine Stofffarben zu möglichst vielen Kombinationen vermischt habe. Der Kreisstempel (ausgeschnitten aus einer Moosgummiplatte und auf ein Stück Holz geklebt) entwickelt sich gerade zum liebstbenutzten Stempel.

 

Stimmungsaufheller Nummer zwei: drei Bleche Haferflockenkekse nach Michas Rezept, bei mir bekam eine Teighälfte noch eine Handvoll gehackte Mandeln und Cranberries dazu, köstlich, knusprig und super schnell zu machen. 

 

Weitere Stimmungsaufheller des Tages: der blühende Duft-Schneeball im Garten, die Amsel, die jeden Morgen auf ihren halben Apfel wartet und ihn wegpickt, der Instagram-Feed von Doro Ottermann.

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wasserfarben

Gestern habe ich ja schon über das Färbeexperiment mit den Procion MX-Farben geschrieben. Für das letzte Stoffstück gab es nur noch drei Farbreste: türkis, gelb und braun, Farben, die ich normalerweise nie zusammen benutzt hätte. Aber in 5 x 5 cm große Quadrate geschnitten, verschoben und wieder zusammengenäht gefällt mir auch dieses Farbmuster, das daraus entstandene Täschchen habe ich Nordsee genannt, da es mit seinen farblich etwas verschiedenen Seiten irgendwie an Ebbe und Flut erinnert.

 

Weitere Wassermuster gibt es bei mir heute als genähte Wellen auf einem Stück Segeltuch, die zusammengenähten Jeansflickenreste erinnern farblich irgendwie auch an wildes Wasser, die Glasur des Schüsselchens heißt Regenwasser und die im Garten gefundene Eierschale hatte einfach eine tolle Farbe, leider weiß ich nicht, wer da wessen Nest geräubert hat.

Viel Spaß beim Mustermittwoch.

 

Und dann zeig ich euch noch die tolle Frühlings-Fisch-Post, die bis jetzt hier eingetroffen ist, ich freue mich über jeden einzelnen dicken und immer auf den ersten Blick zu erkennenden Umschlag, den ich aus dem Briefkasten angele, Danke Eva, Maren und Annika!! 

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Farbexplosion und Kellerfalten

mit Procion MX-Farben bedruckter Stoff (von develloppa)

"Stoffe drucken und gestalten mit Procion MX" - so hieß der Kurs, den ich neulich gemacht habe. Procion MX- Farben sind Kalt-Reaktivfarben zum Färben von Naturfasern und waren mir bis dato völlig unbekannt. Zuhause hätte ich das nicht ausprobiert, die Handhabung erschien mir doch recht aufwendig, das Farbpulver wird mit Wasser angerührt und dann mit einer ebenfalls angerührten Verdickerpaste gemischt, die so entstandene Farbpaste sollte einige Stunden durchziehen und wird dann auf den mit Soda vorbehandelten Stoff aufgetragen und muss ca. 24 Stunden einwirken, bevor der Stoff ausgewaschen wird und erst dann kann man überhaupt das endgültige Ergebnis sehen. Geduld ist also angesagt. Dafür sind die Farben sehr intensiv und farbecht, man kann sie übereinander legen, und der Stoff bleibt - anders als bei Siebdruck- oder Stoffmalfarben - weich, weil die Farbe nicht aufliegt, sondern sich mit dem Stoff verbindet.

 

Christina hatte die Farben am Vortag schon angerührt und in großen Plastikpötten auf dem Arbeitstisch angerichtet, alle waren voller Tatendrang, tja und dann, noch bevor der Kurs überhaupt losging, krachte ein Tischbein weg und ALLE Farben landeten wild durcheinander auf dem Boden, eine Farbexplosion im wahrsten Sinne. Kurze Schockstarre, dann schaufelten wir die Farbmatsche mit gummibehandschuhten Händen in Müllsäcke - nein, davon gibt es leider kein Foto - und nach der Putzaktion war glücklicherweise nichts mehr vom Desaster zu sehen. Und der Kurs zu Ende, bevor er angefangen hat? Nö. Durchschnaufen, ´n Kaffee trinken, ein paar noch brauchbare Reste sichten, weitermachen. Einige Farben waren nicht mehr da, auch kaum Verdickerpaste, die man eigentlich zum Aufhellen der intensiven Farben benötigt, aber wir haben zu fünft noch sämtliche verfügbaren Farbreste irgendwie auf unsere Stoffstücke aufgebracht, mit Pinsel, Schwamm, Spachtel, Stempel, Siebdruckschablonen, und es hat total Spaß gemacht und man hat ein Gefühl dafür bekommen, was mit den Farben so geht. Der "richtige" Kurs wird übrigens nachgeholt...

 

Nach Auswaschen, Bügeln und vor allem Zerschneiden fand ich die Stoffstücke richtig gut und so landeten sie nicht in den unendlichen Tiefen des Stoffregals, sondern wurden sofort vernäht.

Die knalligen Farben schrieen förmlich nach Sonnenbrillenhüllen, und (inspiriert vom hübschen Täschchen einer der Kursteilnehmerinnen:-) entstanden noch zwei Kellerfalten-Täschchen. Die Falten machen die Täschchen schön geräumig und mir gefallen die Kellerfalten am besten mit einem farblich anderen Stoff, in diesem Fall einer abgetragenen Jeans.

Für das kleinere Täschchen waren die Stoffstreifen 5 cm x 14 cm lang, für das etwas größere 6 cm x 17 cm, die Kellerfalten (meine ersten) sind schnell gelegt und werden in der Nahtzugabe oben und unten mit ein paar Stichen fixiert, dann wird der obere Streifen in passender Länge rechts auf rechts drangenäht, der Rest wird wie ein ganz normales Reißverschlusstäschchen mit abgenähten Ecken (bei mir 2 cm) genäht, dafür gibt es ja bereits viele Anleitungen im Netz.

 

Ich hätte jetzt gern noch mehr schräg bunte Stoffstücke...

 

Kellerfaltentäschchen von develloppa

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Frühlingsgrün

Es ist so schön zu sehen, wie überall das frische Grün sprießt. An den zarten Blättchen kann ich mich kaum satt sehen. Im Garten gibt es erste Kräuterspitzen, aber alle Rosmarine sind vom Winter dahingerafft, auch die als besonderes winterhart geltende Sorte Ape. Dafür sprießt der Giersch umso munterer, die ersten zarten Gierschblätter werden noch in der Küche verarbeitet, irgendwann wird nur noch weggerupft oder aufgegeben. Und über die treue Bärlauchpflanze freue ich mich jedes Jahr.

 

Erstes Grün und frische Kräuter wandern bei mir gern in Kräuter-Ayran. Dafür cremigen Joghurt, etwas kaltes Wasser (oder im Sommer Eiswürfel), Salz und eine Hand voll Kräuter (Minze, Basilikum, Giersch, Sauerampfer, ein wenig Bärlauch oder Dill, halt alles was gut und grün und geschmackvoll ist, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt) im Mixer schaumig rühren und eiskalt genießen. 

 

Frühlingsgrün ist auch meine neue Schürze. Einem olivgrünen IKEA-Vorhang, für 6 Euro auf dem Trödelmarkt erstanden, wurden zuerst mit dem Moosgummi-Stempel und Haushaltsbleiche helle Kreise geblichen und dann mit schwarzer Textilfarbe ein Schwalbenschwarm darüber gedruckt (die Stempel habe ich hier schon mal gezeigt, etwas mehr übers Bleichen hier) Der Schnitt für diese Schürze (die ich zum Töpfern brauche) ist derselbe wie bei dieser Schürze (die ich zum Kochen brauche), nämlich von Lotta Jansdotter, diesmal zusätzlich noch mit einer großen Tasche vorne drauf. 

 

Habt ihr schonmal einen fliegenden Pfau gesehen? Schönen Dienstag.

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Meer-Muster

Im April werden bei Frau Müllerin Meer- und Wassermuster gesammelt. Das freut mich sehr, auch hier gibt es immer wieder große Meersehnsucht, nach Weite und Wind und Wellen und salziger Luft.

 

Meine Wellen auf Papier sind größtenteils mit Filzstift bzw. Fineliner gezeichnet, einmal wurde mit dem spitzen Pinselstiel ins Papier geritzt und mit industry painter überstrichen, einer deckende Farbpaste (Konsistenz wie Lippenstift) in Stiftform, normalerweise werden damit rauhe, verschmutzte oder rostige Oberflächen wasserfest und beständig markiert, hier wurde er zweckentfremdet, wegen stechendem Geruch und zwei Tage lang blauen Fingern bleibt es bei einem Einzelversuch.

Und unten links ein Stoffstück, das kürzlich in einem tollen Färbekurs mit Kristina entstanden ist (ich sag nur Farbexplosion:-), aber davon zeige ich ein andermal mehr, heute war der Ausschnitt einfach farblich so passend. 

 

"Wenn bange, unruhige und böse Gedanken kommen, so gehe ich ans Meer, und das Meer übertönt sie mit seinen großen, weiten Geräuschen, reinigt mich mit seinem Lärm und legt einen Rhythmus allem in mir auf, was verstört und verwirrt ist." 

(Rainer Maria Rilke / aus: Briefe aus den Jahren 1892 bis 1904)

 

Noch ein Blick auf echtes Meer gefällig? Bitteschön. Bei Daily Overview gibt es noch mehr dieser großartigen Satellitenaufnahmen anzuschauen, sehr sehr spannend, faszinierend und überraschend. 

 

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Nicht nur fürs Regal

handmade ceramics by develloppa

Neulich in der Töpferwerkstatt kühlte der Brennofen runter, am Tag zuvor gab es einen Glasurbrand. Alle schlichen um den Ofen herum und checkten immer mal wieder die Temperaturanzeige, aber er war noch viel zu heiß, um ihn zu öffnen. Eine der Frauen meinte, manche Leute bräuchten halt einen Bungeesprung für den Adrenalinkick, ihr reiche die Aufregung, wenn sie die fertigen Sachen aus dem Ofen holen könne, große Zustimmung im Raum. Vor ein paar Monaten hätte mich das wohl eher belustigt, jetzt stehe ich auch vorm Ofen und bin gespannt wie ein Flitzebogen. 

 

Die einfarbig dunkle Schüssel hatte eigentlich helle Punkte, die sind komplett verschwunden, aber sonst sind die meisten Sachen so ähnlich, wie ich´s mir vorgestellt hatte. Zinnweiß und das seidenmatte Basalt könnten Lieblingsglasuren werden. Die zwei Schüsselchen, die ich in der Hand halte, sind handgeformt, die anderen Sachen sind die ersten brauchbaren Ergebnisse an der Drehscheibe. Es braucht noch eine Menge Übung, bis höhere, wohlgeformte Becher oder größere Sachen entstehen, aber es macht total Spaß. Ebenfalls üben muss ich, die Sachen auch tatsächlich zu benutzen und nicht nur ins Regal zu stellen. Dabei dürfen sie sogar in die Spülmaschine. 

 

"Sometimes you should stop for just a moment, because when you really want to see what is going on around you, you need to stop what you are doing."  Der Künstler Dan Les arbeitet seit über 40 Jahren mit Ton, hier kann man einen Blick in seine inspirierende Werkstatt werfen und ihm bei seiner Arbeit zuzuschauen. So ruhig, so schön. 

 

Und aus Zweigen und bunten Wollresten und Bändern entstand ein frühlingshaftes Flechtaufhängsel, was jetzt das Hasenaufhängsel neben der Eingangstür ersetzt.

 

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Den Sommer herbei nähen

Ich führe es auf den Sonnenmangel der letzten Wochen zurück, dass ich jetzt ein sonnengelbes Kleid besitze. Normalerweise findet man Gelb nicht in meinem Kleiderschrank. Aber dieser Schnitt und der retro-blumen-gelbe Flanell-Bettbezug im Stoffregal waren einfach füreinander gemacht. 

 

"Die Gelbfarbe führt in ihrer höchsten Reinheit immer die Natur des Hellen mit sich und besitzt eine heitere, bunte, sanft reizende Eigenschaft" - schreibt Goethe in seiner Farbenlehre.

 

Durch die Falten vorne und Abnäher hinten fällt das Kleid gut, bei dem Gelben standen mir die Ärmel zu doll ab, deshalb haben sie einen Gummizug bekommen, mit dem Beleg am Halsausschnitt hab ich eine Weile gekämpft, aber weil es dann doch irgendwie geklappt hat, gab es gleich noch eine Kleid-Version aus jeansfarbenem Baumwollstoff hinterher, mit aufgesetzten Taschen und abgesetzter Stoffkante am Saum. Bei beiden Kleidern habe ich mich um den eigentlich im Schnitt vorgesehenen Reißverschluss gedrückt, und ich bekomme sie auch so an- und ausgezogen, aber ganz knapp... 

 

Aus den gelben Stoffresten entstanden noch ein paar kleine Löwen, gefüllt mit getrockneten Kräutern.

 

Und es wurde Goldmilch gemacht. So viel Tolles habe ich jetzt über die positive Wirkung von Kurkuma gelesen, dass ich gar nicht anders kann, als es auszuprobieren. Als Gewürz gehört Kurkuma  zwar nicht zu meinen Geschmacks-Favoriten, aber ich mag die leuchtend goldgelbe Farbe. Mit Kurkuma kann man super Eier oder Stoff färben, aber leider auch die Pfanne, den Holzlöffel, die Finger... Rote Beete ist nichts dagegen.

 

Die Wurzeln habe ich aus Neugierde gekauft (die Goldmilch wird aus getrocknetem Kurkuma gemacht), und dann aus Neugierde zwei in einen Blumentopf gesteckt, aus einer wurde ein Pflänzchen, mal schauen, wie weit sie es schafft.

 

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geschnitten, gestempelt und genäht

Aufgrund einer einzigen Schwalbe sollte man nicht darauf schließen, dass nun gleich die warme Jahreszeit beginnt. Das bekannte Sprichwort "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" geht auf die Fabel "Der verschwenderische Jüngling und die Schwalbe" des griechischen Dichters Äsop zurück. Der Jüngling verkauft als seinen letzten Besitz einen Mantel, als er eine Schwalbe sieht, weil er meint, nun werde es warm sein. Dann stirbt jedoch die Schwalbe wegen einbrechender Kälte und der frierende Jüngling wirft ihr zornig Täuschung vor. Im Sprichwort liegt also die Warnung, aus bestimmten Anzeichen keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.

 

Trotzdem wird die Schwalbe, die ja ein Zugvogel ist, gern als Frühlingsbote gesehen. In vielen Städten war es früher üblich, die Ankunft der ersten Schwalbe von den Turmwächtern durch Blasen eines Horns der ganzen Stadt anzuzeigen. 

Heute sieht man in den Großstädten Schwalben nur noch selten, obwohl sie auch hier gute Lebensbedingungen finden können. 

 

Aus Ermangelung an Schwalben im Garten kommen sie bei mir stattdessen auf Stoff, für eine Bluse, die den Frühling verkündet. Dazu habe ich eine Schwalbe mit dem Linolmesser aus einer Gummiplatte geschnitten, mit schwarzer Textilfarbe eingerollt und den Stoff bedruckt. Das Schnittmuster ist eine FrauMia, der Stoff ein riesiges Stück dünnes, weich fallendes Mischgewebe, das ich mal aus dem Sonderangebotskorb eines großen Kaufhauses für 8 Euro mitgenommen hatte. Weil ich so im flow war, gab es gleich noch eine zweite Bluse hinterher, diesmal mit Punkten und Halbkreisen bedruckt. Die wurden mit der Schere aus einer Moosgummiplatte (gibt es im Bastelgeschäft) ausgeschnitten und auf Holzreste geklebt, ebenfalls mit schwarzer Textilfarbe eingerollt und quer Beet auf den Stoff gedrückt. Die Moosgummistempeldrucke decken nicht so gut, was ich aber ganz schön finde, weil es so mondartig aussieht.

Voilá, der Sommer kann kommen.

Nach Stempel- und Moosgummigeschnippel wollte ich noch ein ordentliches Papiermuster für Frau Müllerin schneiden, vor meinem geistigen Auge sah das allerdings ganz anders aus, aber so ist das halt manchmal. Landschaftsbilder aus einer alten Geo-Zeitschrift wurden mit dem Cutter in Streifen geschnitten und auf Karton geklebt, das sah nicht so toll aus, wie ich dachte, also ein paar lange Querstreifen rübergeklebt, immer noch nicht so toll, also mit dem Filzstift drüber. Hmm, hat jetzt was von Dias. Ich nenne es "Fenster zur Welt":-) Schönen Mittwoch allerseits.

Oh und die erste Frühjahrspost war heute im Briefkasten, so toll verpackt und entzückende Fischlein, Daaanke liebe Eva, Bilder gibt es demnächst mal gesammelt, ich freu mich, dass ich mitgemacht habe, und ich freu mich auch, dass ich erst im Mai dran bin, hüstel, aber immerhin ist der Siebdruckrahmen schon fertig gebaut...

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let the sun shine

Pünktlich zum Frühlingsanfang gibt es ein paar Sonnenbrillentäschchen, irgendwann muss die Sonne ja mal rauskommen. Farbenfröhlich, bedruckt, weich gepolstert und mit Reißverschluss zu schließen, für mich die optimale Sonnenbrillenverpackung. 

 

Ostergebastelt wurde auch ein bisschen, das traditionelle jährliche Vor-der-Tür-Hängsel ist diesmal kein Kranz, sondern ein kleiner Schaukelhase.

 

Und in der Keramikwerkstatt wurde ein Kuchenteller und ein Becher handgetöpfert, die Vanille-Glasur (in echt viel vanilliger als auf dem Foto) wird allerdings keine Lieblingsglasur. 

 

Diese Etagere hätte ich gern auf dem gedeckten Ostertisch.

 

Ich liebe es, in Werkstätten oder Ateliers schauen zu dürfen. Hier gibt es Blicke in die Ateliers berühmter Künstler.

 

"Bei Nacht und Nebel" plakatieren aktuelle gesellschaftspolitische Statements in der Stadt. "Ziel ist es, den Alltagstrott von Menschen zu unterbrechen und sie kurz innehalten zu lassen."

 

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Ringelig genäht

genähtes Ringelshirt (develloppa)

Mein Kleiderschrank beherbergt eine beachtliche Zahl blau-weiß geringelter Pullis, ich komme einfach nicht daran vorbei, dicke Ringel, dünne Ringel, langärmelig, kurzärmelig, immer blau-weiß. Jetzt zieht was Rotgeringeltes mit ein. 1,2 m dicker weicher Sweat-Stoff lagen im Regal, bei schönen Stoffen brauch ich immer eine Weile, bis ich mich durchgerungen habe, wie ich ihn zuschneide.  Es wurde eine etwas abgewandelte "Frau Tony". Mit Raglanärmeln, weil ich die so mag, und schmalen Ärmelbündchen, aber ohne Kapuze, weil zuwenig Stoff. 

 

Gelernt:

1. Man muss die Ärmelteile für rechts und links jeweils spiegelverkehrt zuschneiden und nicht einfach zweimal genau gleich und sich dann wundern, dass das mit den Markierungen nicht passt... Erste kleine Näh-Krise, konnte durch etwas Rumschnippeln zurechtgefummelt werden.

 

2. Einfach so nur die Kapuze weglassen und den entstehenden Halsausschnitt einfassen funktioniert nicht, der Ausschnitt steht nämlich an Schultern und Hals hoch... Zweite Näh-Krise, konnte durch beherztes Frei-Hand-Größerschneiden des Auschnittes gelöst werden.

 

3. Man kann die Ärmel endlich mal so lang machen, wie man sie braucht, und allein dafür liebe ich das Selbernähen und das Ergebnis dann doch.

 

Ein Schwung neuer Täschchen ist auch fertig geworden, genäht aus alten Jeans und selbst gefärbtem/bedrucktem/beschriebenem Stoff, die wandern demnächst in den Shop (wenn ich den denn mal irgendwann fertig gebastelt bekomme...)

 

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Schnitt-Muster

Frau Müllerin sammelt diesen Monat geschnittene Muster. Sehr schön, ich probiere ja gern Dinge, die sonst wahrscheinlich nicht in mein kreatives Versuchsfeld geraten wären. 

Ausgangsmaterial: 2 Bögen schwarzes Papier, ein gebrauchter Pappkarton, Schere, Cutter.

Zeitaufwand: anderthalb Folgen der abendlich geschauten Serie. 

Gelernt: ich bevorzuge grobe und schnell, einfach und frei Hand zu schneidende Muster, runde Formen aus Wellpappkarton zu cuttern macht keinen Spaß, ein stumpfer Baumarkt-Cutter auch nicht, Häuschen wirken irgendwie immer weihnachtlich, die ausgeschnippelten Abfall-Drei- bzw. Vierecke sehen auf schwarzem Papier eigentlich auch ganz schön aus, aber am liebsten mag ich das Detail "aufgestapelte Schüsseln".

Das kann ich mir auch gut auf Stoff vorstellen, und da heute die bestellte Siebdruckgaze im Briefkasten war, steht dem Siebdruckrahmenselbstbauversuch nichts mehr im Weg.

 

Wer deutlich feinere Schnittmuster anschauen möchte:

 

Béatrice Coron erzählt mit ihrer Kunst Scherenschnittgeschichten und erzählt darüber in diesem TED-Talk.

 

Niemals hätte ich die Geduld für so feines Geschnippel. 

 

Oder für dieses fotorealistische Geschnippel.

           

Eine Frage in die Runde: WIE (bzw. mit welchem Bildbearbeitungsprogramm) vermustert ihr eure Bilder?? Ich bekomm das nicht hin. Würd ich aber gerne. Danke für Lösungsvorschläge.

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Daumenschälchen, Webversuche und ein für gut befundenes Knuspermüsli

Daumenschälchen (von develloppa)

Die Lust mit Ton zu arbeiten und alles darüber zu lernen ist gerade größer als meine Nählust.

Diese neuen Schälchen sind aus stark eisenhaltigem Ton entstanden, in der altbewährten Daumenschälchen - Technik. Ungebrannt war dieser sehr spezielle Ton rotbraun und hat stark die Hände gefärbt, nach dem Schrühbrand rötlich wie Ziegelstein, nach dem Glasurbrand war er dunkelbraun. Die Glasur ist nur innen und am oberen Rand aufgetragen, und die Schälchen sind ungewöhnlich schwer, ich mag sie sehr und schicke sie zu den gesammelten Dienstagswerken.

 

Und es wurde endlich mal der für 3 Euro auf dem Flohmarkt erworbene Webrahmen ausprobiert. Die beiliegende Anleitung war nicht sehr hilfreich, aber es gibt ja im Netz Anleitungen für Alles, und so waren die Fäden endlich ordnungsgemäß aufgespannt und es entstanden kleine, nun ja, Tischläufer. Wir brauchen natürlich keine Tischläufer, aber die kamen halt dabei heraus. Mit den Webschiffchen kommt man erstaunlich schnell voran, die 3 Euro waren also gut investiert.

Knuspermüslirezepte haben mich bislang ja nie zum Nachmachen animiert, aber als ich Michas Variante gesehen hatte, erwachte sofort der Nachmachzwang und jetzt gibt es auch hier selbstgemachtes Knuspermüsli. Die (leichte) Süße kommt nämlich ausschließlich von getrockneten Früchten, was mir sehr gut gefällt. Die ersten zwei Bleche verschwanden rasant schnell, so dass es bereits eine Folgeproduktion gab, diesmal gaanz leicht an der Süße geschraubt (mehr Datteln), und aufgrund persönlicher Vorlieben gab es mehr Mandelkerne und nen Löffel Zimt dazu. So geht´s: 500 g Haferflocken, 100 g Hirseflocken (oder andere Flocken), eine Handvoll Sonnenblumenkerne oder Buchweizen (was man so da hat oder gern mag), 200 g Mandeln (grob gehackt) und 100 g Kokoschips in einer großen Schüssel vermischen. 150 g getrocknete Aprikosen, 100 g getrocknete Datteln, 100 g getrocknete Feigen und etwas Zimt mit 250 ml heißem Wasser übergießen, ca. 15 min stehen lassen, dann das Ganze fein pürieren. In die Schüssel mit den trockenen Zutaten kippen und mit den Händen gründlich durchkneten, dabei kann man in der Faust Klümpchen drücken oder wieder kleiner zupfen, so wie man die Knuspergröße haben möchte. Auf zwei mit Backpapier belegten Blechen verteilen und bei 100° Umluft ca. 90 - 100 min trocknen lassen, dabei 2-3mal mit einem Spatel wenden. Nach dem Auskühlen in Gläsern oder Dosen luftdicht aufbewahren, so hält sich das Knuspermüsli lange. 

Im Garten werden übrigens am liebsten Erdnüsse geknuspert, hier von Eichhörnchen und Eichelhäher demonstriert.

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Fischmuster und Mustertasche

Ich habe wieder ein paar Fischlein für Frau Müllerin gekritzelt, diesmal mit dünnen Finelinern. Meinen Versuch eines Katzenmusters zeige ich mal besser nicht...  Aber Fische gehen irgendwie ganz gut. Fast bin ich in Versuchung, bei dieser schönen Aktion mitzumachen, obwohl ich null Plan von Siebdruck habe. 

 

"Ich tue immer das, was ich nicht kann, um zu lernen, wie es geht." (Picasso)

 

Beim Taschen nähen befinde ich mich dagegen auf deutlich vertrauterem Boden. Eine neue Charliebag (nach diesem Schnittmuster) ist entstanden, weil man nämlich nie zu viele Stoffbeutel haben kann. Da sie als Wendetasche genäht ist, kann man wahlweise auch die blauen Äpfel außen tragen. Beim Zusammenfriemeln der Henkel fällt mir bei diesem Schnitt jedes Mal ein, dass ich doch eigentlich mal diese Version mit den Gurtbandhenkeln ausprobieren wollte. 

Es gibt doch noch eine Art Katzenmuster von mir - nämlich Katzenspuren im Schnee, vor der Gabelung sorgfältig nach Katzenart in die bereits vorhandene Spur getreten...

 

Simon Beck ist Schneekünstler und stapft riesige Muster in unberührten Schnee.

 

Falls jemand gute Tipps hat, wie Schneefotos schön und hell werden, bitte her damit.

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Stoffgestaltung: Crackle-Muster durch Mehlmatsch

diy - crackle-Muster auf Stoff (by develloppa)

Da ich für sämtliche Arten der Stoffgestaltung und -färbung leicht zu begeistern bin, musste ich das hier unbedingt ausprobieren - ein Crackle-Muster (also den Effekt eines feinmaschigen Rissnetzes) auf Stoff bringen, indem man einen Mehlbrei benutzt. 

 

Man sucht sich erstmal Stoffstücke (bei mir von einem Bettlaken bzw. einer Tischdecke), weiß oder farbig, auf jeden Fall hell, um die Linien später schön zu sehen. Die Stoffstücke sollten vorgewaschen (frei von Weichspüler o.ä.) und gebügelt sein und werden auf Zeitungspapier oder Folie gelegt, um den Untergrund (in diesem Fall den Esstisch) zu schützen. Dann wird ein Mehlbrei aus Weizenmehl und Wasser angerührt (von der Konsistenz ähnlich einem dicken Pfannkuchenteig, ich habe auf 200 g Mehl 300 ml Wasser benutzt) und mit einem Pinsel oder einer Rolle auf den Stoff aufgetragen. Das Ganze gut trocknen lassen, das kann ein paar Stunden dauern.

Dann kommt der Teil, der das spätere Muster bestimmt, das Brechen der trockenen Mehlschicht. Man kann den harten Stoff rollen, quer und längs, oder zusammenknüllen, wobei man etwas vorsichtig sein muss, dass die Mehlschicht nicht abplatzt, oder mit der Rückseite über eine harte Kante oder die Fingerkuppen ziehen, einfach rumprobieren.

 

Ist die Mehlschicht überall schön rissig, kann man die schwarze Farbe (man kann jede beliebige Farbe nehmen, schwarz sieht man aber am besten) auftragen, ich habe Stoffmalfarbe mit wenig Wasser verdünnt und mit dem Pinsel aufgetragen, auf der Rückseite kann man prüfen, wie gut die Farbe in die Risse dringt.

 

Das Ganze wieder trocknen lassen, dann die Stoffstücke von der Rückseite bügeln, damit die Stofffarbe fixiert wird (dabei Zeitungs- oder Backpapier unterlegen, die Stoffstücke sind hart und können auf der Rückseite etwas trockene Farbe abbröseln).

 

Nun muss man nur noch die Mehl-Farb-Schicht abwaschen. Das erwies sich als etwas mühsam, und ich würde das auch nicht in die Waschmaschine stecken, mein Tipp: erstmal alles ins Waschbecken und in kaltem Wasser einweichen. Wenn die Schicht aufgeweicht ist, unter Wasser abbürsten und auswaschen.

 

Die Ergebnisse sind alle etwas unterschiedlich und interessant, von "Birkenrinde" bis zu feinem Netzwerk, und demnächst gibt es daraus wohl ein paar Täschchen.

In der Keramik gibt es spezielle Glasuren, die beim Brennen Haarrisse entwickeln, die dann im Nachhinein noch mit Kaltfarben, Tinte oder schwarzem Tee bzw. Kaffee eingefärbt werden können, um den Effekt zu verstärken.

Und auch in der Malerei oder um Möbel antik aussehen zu lassen, kann man diesen Effekt erzielen, dazu benutzt man speziellen Reißlack.

 

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Fisch-Muster-Mittwoch

Das Kritzelbuch wurde mit ein paar Mustern gefüllt, und weil ich mir Michaelas Mustersammlungen immer gern anschaue und bisher immer nur geguckt und nie mitgemacht habe und auch mal was beisteuern wollte, wurden es Fischmuster. Eigentlich werden ja diesen Monat Katzenmuster gesammelt, aber Fische gehen auch und Fische finde ich einfacher. Gemalt mit den neuen Stiften, einem Mitbringsel einer netten Kollegin aus London, nach drei Seiten hatte ich von dem chemischen Geruch der Permanentmarker die Nase voll, aber die Farben mag ich sehr. Und Muster malen ist irgendwie meditativ. Vielleicht probiere ich es doch mal mit den Katzen. 

 

Und wenn man nebenbei guten Gesprächen zuhört, macht Kritzeln noch mehr Spaß.

 

"Das Leben kann man nicht verlängern, nur verdichten." (Roger Willemsen)

 

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Regen-Grau

 

Passend zum grauen Wetter habe ich mir einen (bereits vorhandenen, aber eher langweiligen) grauen Pullover mit Regen bemalt. Strippenregen, leicht von der Seite, typisch für Hamburg. Man benötigt lediglich schwarze Stoffmalfarbe, einen Pinsel und Zeitungen zum Dazwischenlegen.

 

Dazu passend noch eine Kette auf ein graues Seidenband aufgefädelt, aus Holzperlen und einer großen grauen Keramik-Perle. Pulli und Kette bringen mir heute eine Portion gute Laune in den grauen Tag. Eigentlich bin ich ein  großer Freund von Grau in all seinen Schattierungen, aber dieses Regengrau da draußen geht langsam aufs Gemüt.

 

Am Meer kann Regengrau allerdings auch schön sein.

 

Grey matter(s) - diese Fotos von Tom Jakobi, so stimmungsvoll, und nicht etwa schwarz-weiß-Aufnahmen, wie man denken könnte, sondern Farbaufnahmen von grauer Natur, natürliches Grau, fast meditativ.

 

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Stoffschnipsel zu Topflappen

Ich habe eine große Kiste voll mit kleinen Stoffresten, von besonders schönen Stoffen wird jedes Fitzelchen aufgehoben. Allein mit dem Durchstöbern, projektbezogener Häufchensortierung und Farbzusammenstellung kann ich Stunden zubringen. Heutige Farben: schwarz/rosa/natur/Jeans für ein paar Topflappen, dick mit Thermolam und Vlies gefüttert, die Wendeöffnung wurde mit Handstich geschlossen. 

 

Weil es farblich so schön passt,  gibt es noch ein Daumenschälchen zu sehen, aus tollem dunkelbraunen Ton getöpfert. Leider ist die Glasur überhaupt nicht so geworden wie gedacht, kaugummifarben, hochglänzend und komisch verlaufen statt hellem matten Rosé. Aber Glasuren sind eben nie berechenbar und es ist immer spannend, wie Sachen aus dem Ofen kommen. Learning by doing. 

 

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Mein heutiges Bild des Tages: so sehen Igelbabies aus.

 

Ganz erstaunliche Fotos macht Alex MacLean. Der Mann ist nämlich nicht nur Fotograf und Architekt, sondern auch Pilot, und deshalb fotografiert er die Welt von oben.  Hier kann man sich durch seine faszinierenden Luftaufnahmen scrollen und staunen.

© Alex S. MacLean
Blumenfelder. Foto von Alex MacLean. © Alex S. MacLean
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Blitz-Liebe

Aufgrund exzessiven David-Bowie-Hörens in den letzten Tagen gibt es hier irgendwie gerade auf fast allem, was ich mache, Blitze. Der rot-blaue Blitz, aufgetaucht 1973 auf dem Album-Cover "Aladdin Sane", quer übers Gesicht gemalt mit rotem Lippenstift, ikonografisches Symbol. Ich vermisse meine Platte. Schon als ich lange keinen Plattenspieler mehr hatte, haben ein paar Lieblingsplatten noch einige Wohnungswechsel im Karton mitgemacht, bei irgendeinem Umzug blieben sie dann auf der Strecke. So schade. Akute Nostalgie, wenn ich daran denke. 

 

Nun gut, dafür bin ich wahrscheinlich die Einzige, die einen David-Bowie-Gedenk-Topflappen besitzt. In Patchworkfriemelei aus rotem und blauen Stoff und einer zerschlissenen Jeans.

Beim Täschchen wurden die roten Blitze handgestempelt, dazu habe ich einfach einen Blitz aus einer Moosgummiplatte ausgeschnitten und seitenverkehrt auf ein Stück Holz geklebt, der blaue Rand wurde nach dem Stempeln mit dem Pinsel drangemalt. 

 

Der Blitz ist neuerdings auch ein Sternbild

Ein Lied.

Noch nicht genug? Bitteschön: 15 Great Performances

 

Q: "What do you regard as the lowest depth of misery?"

A: "Living in fear".

- David Bowie

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Kühe sind Herdentiere

Kühe auf Stoff gestempelt  -  develloppa

Der dringende Wunsch nach einem Kuhstoff, der nicht schwarz-weiß gefleckt oder comic-lustig ist, erforderte mal wieder Selbermachfleiß. Die Stempel aus der Gummiplatte waren schnell geschnitten, ich brauchte zwei seitenverschiedene, da die Kuhreihen in verschiedene Richtungen laufen sollten. Mit der Gummirolle Textilfarbe auf den Stempel auftragen und mit gutem Augenmaß kräftig auf den (vorgewaschenen und gebügelten) Stoff drücken. Das ist auf Dauer mindestens so effektiv wie Liegestütze. Und ich habe mal wieder gemerkt, dass normale Textilmalfarbe nicht so gut zum Drucken geeignet ist, zu glitschig auf der Rolle und deshalb schwer gleichmäßig aufzutragen. Druck- bzw. Siebdruckfarbe für Textilien ist dicker, klebriger, deckender, aber auch deutlich teurer.

Meine Kühe sind nicht perfekt, aber gerade das Ungleichmäßige, Unperfekte macht Handdrucke ja auch interessant und zu Unikaten. Ein Täschchen ist für mich, das andere wird ein Geschenk. 

 

Neben dem Kühe drucken gerade sehr gemocht:

Dieses Buch.

Diesen Kuchen.

Dieses Interview: "Das Ziel des Lebens ist nicht unbedingt das Glück." (Danke Nina)

Julies Neujahrszettel.

Mein neuer Kalender.

So jung und dann so ´ne Stimme.

 

 


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Oh Tannenbaum - wachsgekratzt

Für weihnachtliche Kärtchen und Geschenkanhängsel wurden hier die Wachskratztechnikkenntnisse aufgefrischt. Das Prinzip: immer noch dasselbe wie damals im Kindergarten - helle oder bunte Flächen werden mit einer Kerze überrieben, mit schwarz übermalt, und dann teilweise wieder freigekratzt. Das geht natürlich auch umgekehrt, also schwarzes Papier unten, Wachsschicht, weiße Farbe drüber. Dann entstehen schwarze Linien beim Kratzen. Oder man benutzt statt der Kerze gleich Wachsmalstifte in der gewünschten (Untergrund)Farbe, wie hier das Grün. Zum Abdecken eignet sich normale Tempera-/Tusch-/Plakatfarbe, sollte sie etwas abperlen, kann man einen Tropfen Spülmittel unterrühren. Nach dem Trocknen der Farbe kann losgekratzt werden, zum Beispiel mit einem Nagel oder einem Zahnstocher.

 

Meine schwarze Acrylfarbe war leider nicht so gut geeignet, da sie nach dem Trocknen wie eine Gummihaut und deshalb schwierig zu bearbeiten war (Lerneffekt 1). Für weihnachtliches Glitzern kann man etwas Glitzerpulver auf die noch nasse Abdeckfarbe streuen, das sieht sehr schön aus (auch wenn man es auf den Fotos nicht so sieht), erschwert allerdings dann das Kratzen ein wenig. Und einzelne Glitzerpartikel sind später auf wundersame Weise in der ganzen Wohnung zu finden (Lerneffekt 2). Und man sollte die abgekratzten Farbkrümel immer gleich von der Karte in den Papierkorb klopfen und nicht wegpusten (Lerneffekt 3). 

 

Fazit: Wachskratztechnik macht Spaß, auch wenn man aus dem Kindergartenalter raus ist.

 

Die künstlerische Technik des Auftragens mehrerer Schichten und des wieder Freilegens unterer Schichten durch Kratzen heißt übrigens Sgraffito und kommt ursprünglich aus der Wandmalerei. 

 

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Mit Federn geschmückt

Die letzten Wochen waren voll, null Zeit für Muße oder Kreativität. Seit Sonntag habe ich mein Leben zurück, normaler Arbeitsrhythmus, Privatleben, freie Tage, Tageslicht, ich freu mich auf euch! Das Ergebnis der vielen Überstunden wurde entsprechend gefeiert. Weil ich mal wieder keine passende (elegante) Tasche hatte, habe ich mir eine gebastelt. Ein einfaches kleines Cordtäschchen (vor Jahren mal gekauft) wurde mit Federn aufgehübscht. Die Federn gab es im Bastelladen, die kleine Pfauenfeder war mal ein Ohrring. Die Federn mit etwas doppelseitigem Klebeband/Stylefix fixieren und dann ein Samtband darübernähen. Dauert 10 Minuten. Und macht was her, jedenfalls wurde ich auf mein Täschchen angesprochen:-)


Dazu mein liebster "Klunker"-Schmuck, ein aus Draht und vielen verschiedenen Perlen gehäkeltes Armband. Leider nicht selbst gemacht, sondern vor Jahren bei einer alten Frau auf dem Bremer Flohmarkt gekauft, die dort zwischen Unmengen farblich sortierter Perlen (die sie ihr ganzes Leben gesammelt hat) saß und diese Schmuckstücke gehäkelt hat. 


Ginkgo-Blätter, gepresst und mit Goldfarbe überzogen, wären auch ein hübscher Schmuck. Aber zu filigran und zerbrechlich, um sie als Kette zu tragen. Vielleicht kann man sie mit irgendeinem Lack überziehen und so härten. Das werde ich mal recherchieren. Bis dahin können sie an dünnen Fäden an Tannenzweigen hängen, auf festlich gedeckten Tischen liegen oder auf Geschenkverpackungen kleben.


Von diesen Orangenschnitten holt man sich einen nach dem anderen noch lauwarm vom Backblech, so lecker.


Das sind Fotos von echten Schneeflocken. 


verlinkt mit creadienstag

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Kettenanhänger aus Ton

Anhänger aus Ton (develloppa)

Diese kleinen Anhänger sind im Tonkurs entstanden. Die Muster sind - erkennt ihr es? - die Abdrücke von Häkel- bzw. Klöppeldeckchen, die in den feuchten und mit dem Nudelholz ausgerollten Ton gedrückt wurden. Auf der Rückseite gibt es eine Öse, durch die man dann eine Kette oder ein Lederbändchen ziehen kann. Die Anhänger wurden nach dem ersten Brand (dem Schrühbrand) in Glasur getaucht, die dann nach dem Trocknen teilweise mit einem Messer wieder abgekratzt wurde, danach erfolgte der zweite Brand.


Das kann man im heimischen Backofen leider nicht einfach so machen, man braucht einen Brennofen, der über 1000 Grad schafft. Es gibt zwar Modelliermassen bzw. Fimo, was man unter 200 Grad brennen kann, dafür gibt es aber (meines Wissens) keine brennbaren Glasuren, man kann die Stücke hinterher lediglich anmalen, z.B. mit Acrylfarben auf Wasserbasis, und die Ergebnisse sehen deutlich anders aus.


Hätte ich zuhause einen Keramik-Brennofen, würde ich vermutlich vor lauter Experimentieren zu Nichts mehr kommen. So freue ich mich auf die nächsten 2 Stunden in der Töpferwerkstatt.


Die Anhänger wandern zum creadienstag.


Und dann möchte ich euch noch einen niederländischen Künstler vorstellen, der sehr staunenswerte Wesen unwirklicher Art erschafft: Theo Jansen und seine Strandgeschöpfe. Aus unzähligen PVC-Rohren, Plastikflaschen und Folien formt Jansen mit unendlicher Geduld scheinbar skelettierte Urviecher, die am Strand von Scheveningen immer wieder für Aufsehen sorgen, denn sie stehen nicht etwa still, sondern setzen sich in Bewegung, sobald Wind in ihre filigranen Glieder fährt. Seit über 20 Jahren tüftelt der ehemalige Physikstudent an immer neuen Fähigkeiten seiner Strandtiere, ihre Fortbewegung wurde immer ausgefeilter, mittlerweile erkennen sie sogar den Einbruch der Flut.

Faszinierend und bezaubernd schön.


Mehr über ihn und seine Arbeit hier, ein Bildband mit ruhigen schwarz-weiß-Aufnahmen seiner Geschöpfe hier.


"Spektakuläre, mechanische, philosophische Schönheit, zusammengefasst in den Talenten eines Mannes, der zugleich Künstler und Handwerker ist, im weiteren Sinne beider Begriffe." (Forbes, New York)


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Küchenschürzenstoffgestaltung

Eine neue Küchenschürze wollte ich haben, für beim Kochen gerne Hände-am-Bauch-Abwischer wie mich sehr praktisch und notwendig.

 

Ausgangsmaterial: ein alter beiger IKEA-Vorhangstoff, ein alter Bettbezug als Futterstoff, Stoffmalfarbe, Flüssigwachs, Gemüse, Moosgummibuchstabenstempel.

 

Der Plan: mit Flüssigwachs den Text "in food we trust" und mit Apfel, Zwiebel, Blättern usw. ein paar Naturformen auf den Stoff zu drucken (das Wachs ist mit einem Pinsel gut auftragbar), dann mit einer kleinen Schaumstoffrolle blaue Stoffmalfarbe drüber, da wo das Wachs ist, bleibt der Stoff hell, Wachs ausbügeln, fertig. Dachte ich.

 

Das hat aber bei den Buchstaben gar nicht funktioniert, sie waren kaum zu erkennen, beim Gemüse nur mittelmäßig. Und der Stoff war sehr steif durch die viele Stoffmalfarbe. Doof. Also ab ins Waschbecken, mit Bürste und Seifenwasser mühsam das Dunkelblau wieder heller bekommen, dann die Schrift und einige Gemüse mit türkiser Farbe nochmal nachgestempelt. Besser. Der Stoff ist jetzt ganz weich und sieht fast wie heller Jeansstoff aus.

 

Die ganze Prozedur war mühsam und das Ergebnis ist ganz anders als gedacht, aber jetzt mag ich sie, die neue Schürze. Der Schnitt ist aus diesem Buch von Lotta Jansdotter, ich hab´s in der Bücherhalle ausgeliehen, gekauft hätte ich es wohl nicht. 

 

Die Riesentomate auf dem Bild ist eine alte Sorte namens German Gold, innen ganz orange und saftig, die Pflanze hat 3 Stück geliefert. Von den kleinen, ebenfalls alte Sorten - ich hatte im letzten Sommer Samen von den schönsten Tomaten aufgehoben, konnte ich den ganzen Sommer ernten, sie wachsen in drei Holzkisten, kommen mit Regenwetter zurecht und schmecken zuckersüß.

 

Vor den Toren Hamburgs gibt es übrigens die Tomatenretter, die sich für den Erhalt alter Sorten einsetzen, eine Arbeitskollegin ist dort Mitglied bzw. Pate und bringt manchmal die abenteuerlichsten Tomaten zur Ansicht und Verkostung mit. Es gibt auf der Seite auch ein Sortenarchiv, das ist großartig, ein Beispiel gefällig? Furry Red Boar  - die Früchte sind samt-flauschig, innen weinrot und von außen rot-grünlich-gelb gestreift!


Die Schürze wandert zum creadienstag.


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Aus Alt wird Anders 

das Matchboxauto wurde zum Schlüsselanhänger (develloppa)

Ich bin damit aufgewachsen, dass viel selbst gemacht wurde,  Kinderfotos zeigen mich in von meiner Mutter genähten oder mit der Strickmaschine gestrickten (übrigens top modischen) Outfits, mein erstes Fahrrad war Marke Eigenbau... aus Resten oder gebrauchten Dingen wurde oft nochmal "was gemacht". Ich bin froh, dass sich das irgendwie vererbt oder verankert hat, ich finde es gut, aus Vorhandenem etwas Neues zu machen, vorhandene Dinge zu nutzen, überhaupt Sachen herzustellen, das spart Ressourcen, bringt meist Spaß, und es ist schön, wenn Dinge eine Geschichte haben, die Sitzkissen mal ein alter Mantel waren, die Lieblingsjeans zur Tasche wird. das kuschelige Sweatshirt zum Wolkenkissen, das alte Matchboxauto ein Schlüsselanhänger.... 


Früher eher aus der Not entstanden, dem Umstand, dass man nicht viel hatte und Vorhandenes gut nutzen musste, ist das sogenannte Upcycling (der Begriff entstand Mitte der 90er Jahre) seit einigen Jahren ein richtiger Trend, eine ganze Industrie, aber Upcycling ist für mich auch eine Lebenseinstellung, die Wertschätzung von Dingen, Verantwortung für das übernehmen, was bereits produziert wurde, ein Zeichen gegen die Wegwerfmentalität.

 

Hier ist jemand, der aus Abfall ganze Häuser baut, die dazu auch noch energieautark sind.

 

Und diese Instrumente, die Idee, das Orchester - so großartig.

 

verlinkt zum creadienstag und upcycling-Dienstag.


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Gepinselt, geflucht, genäht... und schließlich für tragbar befunden

Gern würde ich viel mehr Kleidung für mich selber nähen, aber bekleidungsnähtechnisch bin ich noch in der learning-by-doing-Phase und die Ergebnisse sind nicht immer ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber Übung macht bekanntlich den Meister, also probiere ich weiter rum und lerne dazu. 


"I hope to do it better in time. I myself am very far from satisfied with this but, well, getting better must come through DOING it and through trying."

(Vincent van Gogh in einem Brief an seinen Bruder Theo)


Und tatsächlich kommt immer öfter ein Teil raus, das ich dann gern und nicht nur zuhause trage. Diese beiden Oberteile sind diese Woche entstanden und ich mag sie. Ich habe zum ersten Mal Bleichmittel (Haushaltsbleiche aus der Drogerie) auf Jersey ausprobiert. Bleiche (am besten vor dem Nähen auf das bereits zugeschnittene Stoffstück) aufpinseln, abwarten, bis der Stoff nicht mehr heller wird, dann auswaschen. Man sollte auf jeden Fall vorher an einem Probestoffstück ausprobieren, wie der Stoff reagiert und auf welche Farbe er ausbleicht (es kann z.B. orange rauskommen, oder gelb, oder es passiert gar nichts...)


Beim Kurzarmshirt hatte ich mich spontan für ein französisch-bejahendes Oui entschieden, um dann nach dem Ausbleichen zu bemerken, dass ich ein schwungvolles Qui gepinselt habe (was übrigens "dass" heißt, orrrr...), also hab ich das Q nochmal zu einem dicken O überpinselt, man kann auf dem Foto den Ausbleichprozess etwas sehen. Der Schnitt ist selfmade.


Beim dunkelblauen Shirt kam ein dickerer kuscheliger Sweatstoff zum Einsatz. Beim Pinseln des Bootes gab es dann unbeabsichtigt einen Fleck (wo Bleiche hintropft, da kriegt man sie nicht wieder weg), nach kurz ärgern und tief durchatmen hab ich mit dem Pinsel noch mehr Kleckse gesprenkelt und finde das Ergebnis sogar besser als ohne Sprenkel. Den Pinsel nach Gebrauch übrigens immer sofort auswaschen.

Der Schnitt ist das Fledermausshirt "Usedom", ich hab allerdings die Ärmel etwas weniger fledermausig gemacht.


Und um den Sommer noch ein wenig festzuhalten, gab es noch ein Wassermelonentäschchen aus bemaltem Stoff (der in seinem früheren Leben mal ein beiger IKEA-Vorhang war).

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Ein Rucksack für ein Pferdemädchen

Das pferdevernarrte Kind hat einen Rucksack bekommen. Genäht nach dem Schnittmuster von Lillesol&Pelle, dieser Jeanssack wurde ebenfalls nach diesem Schnitt genäht, nur in der größeren Version.

 

Innen gibt es ein Trennteil, dadurch hat man innen zwei Fächer, sehr praktisch. Der Pferdekopf ist appliziert (braun mit blonder Mähne war übrigens ausdrücklicher Wunsch), bei Augen, Maul und Blesse bin ich auf Textil-Wachsmalstifte umgestiegen. Und ich habe zum ersten Mal längenverstellbare Träger gemacht, es gibt dafür viele Anleitungen im Netz, z.B. hier. Ich hab ein paar verschiedene anschauen müssen, bis der Groschen gefallen ist. Aber dann ist es erstaunlich einfach und funktioniert super, ich werde mir also mal einen kleinen Vorrat an Gurtschiebern (gibt es aus Plastik oder Metall) zulegen. 

 

Hier nicht zu sehen: der Rucksack wurde dann noch über und über mit Pferdenamen beschrieben, alle Pferde, die das Kind kannte, wurden mit dickem schwarzem Textilstift darauf verewigt.

 

Und ich erinnere mich, dass ich als Kind auch eine Kiste hatte, in der ich Pferdebilder und -postkarten gesammelt habe und die total vollgeschrieben war mit Pferdenamen, und an Wöpes Haflingerherde bei uns am Ortsrand, wo ich unzählige Nachmittage verbracht habe, Äpfel oder altes Brot im Gepäck, einfach auf der Weide im Gras gesessen, gelesen, den Pferden beim Fressen zugeschaut, ihnen den Hals gekrault, manchmal (unerlaubterweise) auf eines der besonders Gutmütigen raufgeklettert und geträumt, ich wäre ein Indianer...


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Alte Jeans - neue Topflappen

Ich habe Topflappen gemacht. Topflappen - das klingt irgendwie spießig und altbacken, doch sie können auch anders daherkommen und ich mache sie total gerne, ein Stückchen viereckiger Stoff, an dem man sich austoben kann, keine Reißverschlüsse, keine Maße einhalten, freestyle. Für diese hier habe ich alte Jeans benutzt, fester Stoff wie Jeans eignet sich logischerweise super für Topflappen, innen sind sie zusätzlich mit einer Lage Thermolan und Volumenvlies gefüttert.


Als erstes hatte ich vor, die fertigen Topflappen durch alle Lagen zu besticken, hallelujah, das ging so gut wie gar nicht, jedes Nadel durchpieksen war ein Kampf, also wieder aufgetrennt und nur den vorderen Stoff bearbeitet. Selbst das tat irgendwann böse am Daumen weh. Und eigentlich wollte ich im Sashiko-Style sticken, aber irgendwie ist dieses akribisch exakte Arbeiten nichts für mich, freestyle mag ich lieber, das Unregelmäßige finde ich manchmal interessanter als das Perfekte. Die Ziernähte wurden dann wieder durch alle Lagen genäht, die Nähmaschine ist doch stärker als meine Finger.


Nachdem mein Daumen nach 2 Paar Topflappen besticken taub war, bin ich beim dritten Paar auf Bedrucken umgestiegen. Deutlich schneller und angenehmer, dafür dauert das mit dem Zusammenpuzzeln der Stoffstückchen länger.


Bei den Aufhängeschlaufen habe ich einmal Jersey genommen (3 dünne Streifen geflochten), einmal Streifen von einem weichen Lederrest (hat die Nähmaschine gerade so geschafft), und einmal Baumwollwebband. 

Die Topflappen machen sich auch gut als Untersetzer auf dem Tisch und wandern zum creadienstag.

 

Ahhh, jippiehhh, ich seh´ grad, ich hab das Arschbombenbuch gewonnen, das beim creadienstag letzte Woche verlost wurde, Danke!!! Ich weiß, ich werde mich köstlich amüsieren, so sehr wie ich einfach alle Texte von dasNuf mag. Hier übrigens eine Rezension des Buches, die allein mich schon aufs Herrlichste unterhielt. 

 

Und das erste, was ich mit meiner Rote-Bete-Tasche eingekauft habe, war übrigens das hier - Rote und Gelbe Bete aus dem Hofladen, haben genauso knallermäßig geschmeckt wie sie aussehen. 


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Rote-Bete-Liebe

Viele verbinden Rote Bete ja mit süß-sauer eingelegt oder irgendwie muffig und langweilig. Aber das stimmt nicht, sie kann so lecker sein und allein diese Farbe ist der Hammer und super gesund ist sie auch noch. 

Am besten sind natürlich die jungen, frischen Knollen, süß und erdig, gern zu wilden Rohkostmischungen geraspelt, und auch die Blätter kann man z.B. wie Mangold verwenden.

 

Für meinen liebsten Salat, mit dem ich auch schon Rote-Bete-Hasser rumkriegen konnte, benötigt man allerdings gegarte Knollen, aber ich nehme nur im Notfall die eingeschweißten vorgegarten Kugeln, der Aufwand ist gar nicht so groß und lohnt sich, sowohl geschmacklich als auch optisch. Die rohen Knollen ungeschält in Salzwasser kochen, auch nicht an der Wurzel abschneiden, sonst bluten sie aus und werden hell und fad, es dauert je nach Größe ca. eine Stunde, bis sie weich sind. Abtropfen lassen und unter kaltem Wasser etwas abkühlen, dann kann man die Haut einfach ablösen, Strunk und Wurzel abschneiden. Wer Angst vor roten Händen hat, sollte Gummihandschuhe benutzen. 

Die Rote-Bete-Kugeln in Stücke schneiden und mit einem Dressing aus ordentlich Zitronensaft, Olivenöl, Pfeffer, Salz und wenig Honig vermischen, weichen Schafskäse dazu bröckeln und unterheben, leicht geröstete Walnusskerne drüber streuen, über die irre Farbe staunen. 

 

Noch mehr Anregungen? Bitteschön:


Das hier ist mein Lieblingsrezept für  Rote-Bete-Hummus (klar, ist ja auch von Hugh Fearnley Whittingstall), so schnell gemacht, so lecker, auf Partys wird IMMER nach dem Rezept gefragt.

 

Rote Bete versteckt sich auch in diesem Schokokuchen.

 

Dieses Rote-Beete-Eis sieht fantastisch aus. 

 

Und in Klassikern wie Borschtsch oder Labskaus darf Rote Bete sowieso nicht fehlen.

Natürlich war die Versuchung groß, in dem tiefroten Kochwasser noch einen Stofffärbeversuch zu machen. Aber es funktioniert nicht. Egal wie lange man Stoff in Rote-Bete-Wasser oder -saft einlegt oder kocht, Essig oder Salz dazu gibt, nach dem Auswaschen des Stoffes bleibt ein helles bräunlich-rosa übrig. Nachdem ich neuerdings dieses Buch besitze, weiß ich, dass für die meisten Färbevorgänge mit Pflanzen der Stoff vorher stundenlang gebeizt werden muss, beispielsweise mit Alaun oder Aluminiumsulfat, das klingt nun eher nicht so reizvoll.

 

Um doch noch zu einer Rote-Bete-Tasche zu kommen, habe ich den Stoff etwas mit grüner und pinker Stofffarbe besprenkelt (Zahnbürstenspritztechnik) und mit Roten Beten (aus Softcutplatten geschnitten) bedruckt. Meine Obst- und Gemüseeinkaufsbeutelkollektion wächst und es macht mir gute Laune, damit einzukaufen. 

Wenn man das mit dem Stempeln gut drauf hat, sieht das so aus, oh ich mag einfach alles, was mirdinara macht, und der Satz "Well, my fingers are sore, but my soul is pleased" - wie gut ich das kenne... 


Die Tasche wandert rüber zum creadienstag, die Fotos wurden im Regen gemacht. 


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Mit Zirbe schläft es sich besser...

kleine Kissen gefüllt mit Zirbenholzspänen fördern angeblich den gesunden Schlaf - auf jeden Fall duften sie himmlisch (develloppa)

Bis zu meiner Alpenwanderung war mir die Zirbe (auch Zirbelkiefer oder Arve genannt) völlig unbekannt. Man findet sie hauptsächlich in den Inneralpen zwischen 1600 und 2500 m Höhe, sie wächst sehr langsam und kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Aus den Zirbenzapfen wird aromatisch harziger Schnaps gemacht, mit dem ich auf der Dreischusterhütte erstmalig in Kontakt kam. Schnaps ist ja gar nicht mein Ding, aber dieser ist schon sehr speziell und aromatisch (allein der Geruch war der Hammer).


Und das Holz ist ebenfalls sehr speziell, der typische Duft des Holzes ist auf das Pinosylvin zurückzuführen, eine chemische Verbindung im Kernholz der Zirbe, das gasförmig entweicht und nicht nur angenehm duftet, sondern auch antibakteriell und gegen Pilzinfektionen wirkt. Nicht umsonst fertigten Bergbauern früher Truhen für Mehl oder Brot sowie Kleiderschränke aus Zirbe, oft sind auch die Schlafstuben und Betten aus Zirbenholz. Man sagt der Zirbe nach, sie fördere das Allgemeinbefinden, einen gesunden Schlaf und senke die Herzschlagfrequenz.


Man muss aber nicht gleich ein ganzes Bett aus Zirbenholz haben, ein kleines Kissen gefüllt mit Zirbenholzspänen reicht angeblich bereits aus, um die positive Wirkung zu spüren. Nun ja, auf jeden Fall riecht es herrlich aromatisch und wenn man es nicht neben dem Kopfkissen haben will, tut es im Kleiderschrank gute Dienste, Motten mögen den Geruch nämlich gar nicht.


Die Späne für meine Zirbenkissen habe ich von hier, genäht sind sie aus gefärbtem Baumwollstoff und selbst bedrucktem Leinen. Für den Druck habe ich zum ersten Mal diese Softcutplatten ausprobiert, die sind sehr leicht zu bearbeiten, aber das Auftragen der Farbe mit der Gummiwalze hat gar nicht funktioniert (vielleicht zu glatt und rutschig), also bin ich wieder zur altbewährten Fingerauftragmethode übergegangen. Ich hatte nur braune und blaue (Stoff)Farbe, beides fand ich im Ergebnis nicht so schön, die Mischung aus beiden war am besten. Da ich mir beim Schneiden der Softcutplatten nur einmal in den Finger geschnitten habe, drängt mich mein innerer Bastelzwang, es demnächst mit echten Linolplatten zu versuchen. Es lebe die Neugierde und die Lust am Ausprobieren:-)


verlinkt mit creadienstag.


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noch mehr Johannisbeeren - diesmal auf Stoff gestempelt

Johannisbeerstoff von develloppa

Nachdem gestern so viele Johannisbeeren vernascht und verarbeitet wurden, war ja fast klar, dass sie irgendwie auch noch gestalterisch verarbeitet werden müssen. Wie sie da nämlich so über die Küchenplatte kullerten, wollte ich ganz dringend einen Johannisbeer-Einkaufsbeutel haben. 


Dafür musste erstmal Johannisbeerstoff her. Ich habe den Radiergummi eines Bleistiftes gerade abgeschnitten und schon hatte ich den perfekten Stempel. Da ich auf Stoff gedruckt habe, habe ich etwas Stoffmalfarbe auf ein dickes Stück Filz gegeben und schön eingearbeitet und hatte somit eine Art Stempelkissen. Und dann wird drauflosgestempelt, das Tolle ist, dass man überhaupt nicht akkurat sein muss, je unregelmäßiger, desto besser. Aber bis jetzt sieht das Ganze noch wie rote Punkte aus. Deshalb kriegen die Punkte (wenn sie trocken sind) noch den schwarzen Blütenansatz mit einem schwarzen Stoffstift aufgetupft, auch hier schön unregelmäßig. Und das sieht doch jetzt total nach Johannisbeere aus, oder? 


Aus dem brandneuen Stoff, einem Lederrest und einem alten Bettbezug als Innenfutter wurde dann die Tasche genäht und ich mag sie total, vielleicht sogar noch lieber als die Tasche aus dem Wassermelonenstoff.  Ich glaub, ich brauch noch mehr Johannisbeertäschchen.


Und so schön sauber wird sie nicht lange bleiben, das erste dreckige Bund Möhren kostet zwar immer etwas Überwindung, aber dafür sind sie schließlich gemacht, ich versuche so viel wie möglich lose einzukaufen, weil Plastik ist scheiße, aber ach das wisst ihr ja alle selber...  


verlinkt mit creadienstag und Scharlys Kopfkino.


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Salbeisirup und neue Täschchen

Salbei-Blatt-Bäumchen (develloppa)

Endlich habe ich eine neue Verwendungsmöglichkeit für unseren Salbei. Bis jetzt hatten die weichen bitter-aromatischen Blätter lediglich zwei große Einsatzgebiete, nämlich entweder getrocknet für Salbeitee, sehr hilfreich bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund, schmeckt aber scheußlich, oder sehr langsam in viel Butter gebraten, bis die Blätter knusprig sind, himmlisch lecker zu Gnocchi oder Nudeln.

Damit kam ich aber nicht gegen die zwei wuchernden Pflanzen an, die hier seit Jahren standhaft jeden Winter überleben und schon mal zweigeweise in der Vase landen, weil sie über dem klitzekleinen Rosmarin hängen.

 

Aber jetzt gibt es Salbeisirup. Und der ist sowas von lecker - vorausgesetzt natürlich man mag das Salbeiaroma. So geht´s:


80 - 100 g Salbeiblätter

500 ml Wasser

ca. 300 g Zucker

eine Bio-Zitrone in Scheiben geschnitten und den Saft einer zweiten Zitrone


Alles zusammen in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen, dann den Herd ausstellen ca. eine Stunde durchziehen lassen, alles durch ein Sieb gießen und die Flüssigkeit nochmal 10-20 min mit offenem Deckel köcheln, bis die Konsistenz leicht sirupartig wird. In eine saubere, heiß ausgespülte Flasche geben (bei mir kamen ca. 300 ml Sirup heraus), Deckel zuschrauben, hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen. Mit Mineralwasser oder Sekt oder Getränken eurer Wahl eiskalt aufgießen, nach Belieben Eiswürfel, Zitronenscheibe und Cocktailschirmchen dazu und den Sommer im Glas genießen.

 

Was macht ihr denn so mit Salbei?

 

Da der Estragon ebenfalls ein riesiger mehrjähriger Busch ist, wird hier demnächst wohl auch ein anis-lakritziger Estragonsirup im Topf landen. Yummie.


neue Täschchen - handmade by develloppa

Aus den Stoffen, die ich letzte Woche gefärbt, bedruckt und bemalt habe, sind ein paar Täschchen entstanden, jeweils kombiniert mit Jeansstoff, der mal zu einer Hose gehört hat.

Und vielleicht schaffe ich es ja demnächst auch mal, sie in den Shop einzustellen, eine ungeliebte Tätigkeit, die ich so gerne aufschiebe...

die Täschchen wandern zum creadienstag


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Farbtupfer im Garten

Im Garten blüht es, es ist eine Freude. Ich könnte stundenlang den Bienen und Hummeln bei ihrer Arbeit zuschauen, am Lavendel schnuppern, den roten Sonnenhut bewundern... diese Farbenpracht und die Gerüche machen einfach gute Laune.


Für noch mehr gute Laune sorgt dieses Video, bei Okka gefunden, also wer da still sitzen bleiben kann...


Und dann gibt´s heute noch was Genähtes, nämlich zwei Röcke, genäht nach dem Schnittmuster Valeska von Jolijou.

Bündchenvariante 1: ein Stück von Mutterns alter Tischdecke, in die ein breiter Gummizug gezogen wurde. Bündchenvariante 2: ein zu kleines Stretchtop, welches direkt als Schlauch angenäht wurde. 

 

Durch die Kräuselung unter den Taschen steht dieser Rock seitlich ziemlich glockig ab, das würde ich beim nächsten Mal reduzieren, aber die Taschen mag ich sehr. Und man muss für diesen Rock keinen Reißverschluss einnähen, auch das mag ich sehr.

 

Merke 1: Nicht so einfach, per Selbstauslöser akzeptable (Hüpf)Fotos zu machen...

Merke 2: Ja, man hätte das Ganze vorher durchaus noch bügeln können. 

Die Valeskas wandern zu RUMS.


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himmeltaubenblaugrau

Auf Flohmärkten gucke ich gerne nach weißen Tischdecken, die eignen sich nämlich hervorragend für Färbe-Experimente. Wie zum Beispiel dieses: ultramarinblau + olivgrün, von beiden hatte ich noch einen kleinen Rest, ergab zufällig wunderschönes blau! Ich hatte mit etwas anderem gerechnet, aber das ist auf jeden Fall die schönste Farbe, die mir je aus dem Topf gekommen ist.

 

Ich färbe am liebsten mit diesen Farben, damit kann man auch kleine Mengen im Topf färben. Pro Liter Wasser einen Esslöffel Salz und etwas Farbpulver dazu, aufkochen, feuchten sauberen Stoff rein, sich überraschen lassen. Die Färbung wird nicht so gleichmäßig wie in der Waschmaschine, auch wenn man den Stoff im Topf viel bewegt, aber ich mag dieses Unregelmäßige ganz gern, und im Topf hab ich direkten Zugriff, kann für das nächste Stoffstück nach Belieben Wasser oder etwas Farbpulver dazu geben, und so die Intensität beeinflussen.

 

Und weil ich heute eh schon im Stoffrausch war, wurde gleich noch gestempelt, der gute alte Kartoffeldruck, für Punkte und große Formen unschlagbar. Die Stoffmalfarbe habe ich mit Wasser verdünnt, halbdeckend fand ich für den zarten Stoff passender. 

Und dann war da noch dieser kaputte Schirm (das Hamburger Wetter und Schirme, das geht einfach nicht zusammen), eigentlich ein Fall für die Mülltonne, nun passte er aber mit seiner blauen Farbe und den Punkten heute so in mein Beuteschema, dass ich ihm den Stoff von den Metallspeichen abgetrennt habe, als mögliches Innenfutter für die zukünftigen Täschchen. Aber nachdem ich zwei Segmente herausgeschnitten hatte, lag da : ein (fast fertiger) Friseurumhang! Lediglich der Halsausschnitt wurde noch etwas größer geschnitten und mit Schrägband eingefasst, das zum Zubinden ein Stück übersteht, fertig ist die kleine Pelerine, der Stoff franst nämlich nicht. Okay, kaum jemand braucht wahrscheinlich so einen Umhang, aber hier werden tatsächlich ab und zu Haare geschnitten, und abgeschnittene Haare kribbeln wie verrückt, aber wir haben ja jetzt einen Umhang. 

 

Jetzt noch diesen Song, sehr laut. Aufräumen tue ich morgen.

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Es wurde getöpfert - Daumenschälchen

handgetöpferte Daumenschalen - develloppa

Diese kleinen Schalen sind die ersten Ergebnisse meines Töpferkurses. Daumenschalen sind beliebte Anfängerprojekte, man braucht dafür keine spezielle Aufbautechnik oder Drehscheibe, man nimmt einfach eine Kugel Ton, die gut in der Hand liegt, mit dem Daumen der anderen Hand drückt man eine kleine Delle von oben in die Kugel, und durch behutsames Drücken und Drehen der Kugel wird die Delle erweitert und vertieft, so dass die Kugel mehr und mehr ausgehöhlt wird. Die entstehende Schalenform kann nach Belieben variiert werden. Ich mag es, wenn die Schalen möglichst dünn und zart werden, auch wenn sie dann anfälliger für Risse beim Brennen werden. Ich konnte im Kurs verschiedene Tone ausprobieren - weißen, grauen, braunen, mit und ohne Schamotte, jeder fühlt sich etwas anders in der Hand an, ich habe aber keinen Favoriten. Wenn sie durchgetrocknet sind, kommen die Schälchen in den Schrühbrand, dann können sie glasiert werden und kommen noch einmal in den Brennofen, und erst dann sieht man das endgültige Ergebnis. Ich habe die Schalen mit recht flüssiger Glasur nur innen ausgegossen und bin dabei etwas über den Rand gegangen, und ich mag das Ergebnis. 


Das Formen mit den Händen ist fast meditativ, und zwei Stunden Kurs sind viel zu kurz, ich will immer ganz viel wissen und ausprobieren und werde ständig zu Geduld gemahnt. Ich träume schon von einem eigenen Brennofen. Ohmmmm. Nächste Woche beginne ich dann mit der Wulsttechnik:-) 

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Messerordnung in der Schublade

Ein Messerblock für die Schublade

Ich mag diese klassischen Messerblöcke, die auf der Arbeitsfläche rumstehen, nicht besonders. Deshalb lagen hier die Messer lange einfach in einer großen Schublade, zusammen mit vielen anderen Küchenutensilien, ein wildes Durcheinander. Aber jetzt haben wir einen Messerblock, der in die Schublade passt. Selbst gebaut aus einem Stück Feuerholz, das gut liegt und nicht kippelt und in das in gleichem Abstand einige schräge Kerben gesägt wurden, so dass die Messer gut liegen. 

Jetzt herrscht wieder Ordnung, zumindest bei den Messern. 


Im Garten blühen die Pfingstrosen, die Johannisbeeren versprechen reiche Ernte, allerdings finden zwei Tauben die Beeren auch unreif schon sehr lecker und landen immer mal wieder - sehr unbeholfen - im Strauch, und die Bienen/Wildbienen/Hummeln finden jetzt genug Nahrung und vielleicht auch Wohnraum im Totholz, genug Löcher hätten sie jedenfalls, für ein richtiges Insektenhotel fehlte leider bisher die Zeit, steht aber auf der langen to-do-Liste... 


Creadienstägliche Grüße.


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Pulloverzweitverwertung

Ich mache gern Nähexperimente mit ausrangierten Pullovern, zerschnippeln, Kissen nähen, oder aus zwei alten einen neuen Pullover machen... manchmal geht das schief und wird nicht so wie gedacht, und manchmal kommt ein neuer Lieblingspulli dabei heraus.

Dieser kuschelweiche graubraune Kapuzenpulli war überall zu kurz, unten und an den Ärmeln, wer groß ist, kennt das Problem. Ich habe ihn in der Mitte und an den Ärmeln durchgeschnitten, Teile eines Wollpullovers eingefügt und die Nähte wieder geschlossen. Er ist ein absolutes Wohlfühlteil geworden.


Und weil ich die Farben des Strickpullis so mochte, sind noch sind zwei große Sofakissen entstanden, mit anderen Rest-Stoffen kombiniert und mit home-Schriftzug bestickt.

Da Kissen aus Strickstoff oft etwas ausleiern, kann man die Pullover vorher heiß mit Vollwaschmittel waschen, dann verfilzen sie (je nach Material) etwas und lassen sich leichter verarbeiten.


Kissen und Pullover wandern rüber zum creadienstag und zum upcycling-tuesday.

Habt einen schönen Tag.



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Gartenkissen

Gartenkissen selbst gemacht (develloppa)

Ein paar neue Terrassenkissen sind entstanden. Gefärbt, bestempelt, genäht, weich gefüllt, blütenbunt trifft naturfarben.

Das grüne Ausruhen-Kissen war mal ein Stück weißer Bettbezug, im Topf grün gefärbt, die mit Bleichmittel gepinselten Buchstaben sind auf gelb ausgeblichen, das ist immer wieder spannend mit dem Entfärben.

Ein kleiner Berg mit flauschiger Schneespitze, zwei Leseknochen, zum Lümmeln, Knautschen, Ausruhen, Anlehnen.

Die Nachbarskatzen finden die Kissen - den Schlafspuren nach zu urteilen - auch super.

 

Dazu ein paar Sesam-Karamell-Knusper-Kekse nach diesem Rezept und sich über die hübschen Blüten im Garten und überall da draußen freuen.

 

Und für noch mehr gute Laune: dieser Song von 1976 - Blondie!

Die Kissen wandern zum creadienstag.


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Samstagskaffee - zwischen Stoffhäufchen und Nähideen

Beim Nähen brauche ich Platz. Besser gesagt, VOR dem eigentlichen Nähen. Stoffe, Reißverschlüsse, die Schneidematte, Schnittmuster, Skizzen, alles wird auf dem Boden ausgebreitet und kombiniert, kein Tisch war bisher groß genug. Ein Kissen, weil die Knie irgendwann weh tun. Kaffee in Reichweite.

 

Die Entscheidung, welchen Stoff ich benutze, was ich überhaupt nähe, welche Kombinationen ich mag, all das dauert oft länger als das Nähen selbst. Ich kann stundenlang zwischen Stoffbergen hocken und nachdenken, Häuflein nach Farben sortieren, doch alles unpassend finden und mal eben was färben oder bestempeln oder im Keller Flohmarktkisten durchsuchen auf der Suche nach einem bestimmten Teil (wie hier das alte Ringelsweatshirt, das ich für den Waschbärenschwanz brauchte....) Unerfreulicherweise muss ich das Nähen ab und zu für meinen regulären Job unterbrechen, was aber auch gut ist, sonst würde ich völlig in meinen Nähhäufchen versacken.

 

Sich freuen, alles wieder weg zu räumen, ich bin nach spätestens 2 Tagen selbst genervt vom Chaos. Und dann mindestens 3 Wochen gar nichts nähen. Wieder Platz haben. Für andere Ideen, zum Beispiel ein Grußkärtchen mit Blumensamen für eine Freundin basteln.  Oder einfach mal rausgehen, zum Beispiel an den Elbstrand, immer wieder so schön und viel zu selten.

 

Der momentane Nähaktionismus hat übrigens einen Grund: nächste Woche bin ich bei einem pop-up-store in Hamburg dabei, und kurz vorher überfällt mich natürlich die (unberechtigte) Panik, ich könnte nicht genug Sachen haben... Also falls hier jemand aus Hamburg am Donnerstag Zeit hat, hübsche handgemachte Kleinigkeiten shoppen oder einfach mal Hallo sagen möchte, ich freu mich...  Kaffee gibt es da übrigens auch. 

 

Verlinkt mit Ninjas Samstagskaffee.


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Alte Jeans zu neuen Taschen

Eigentlich habe ich kein Problem, mich von Kleidungsstücken zu trennen, aber manchmal gibt es Ausnahmen. Diese alte Hippiejeans zum Beispiel, früher heiß geliebt, mit Blümchen, peace-Zeichen und Schlag, oft geflickt, seit Jahren im Schrank, konnte ich nie wegschmeißen. Jetzt ist sie - in Kombination mit einem alten IKEA-Sofabezug - ein Multifunktionssack.

 

Seit ich nähen kann, bekommen die meisten alten Jeans ein zweites Leben als Taschen oder Kissen, ich mag es, wenn man ihnen das frühere Leben ansieht, das Verwaschene, die Robustheit, die Nähte, die verschiedenen Farben... 

 

So, und jetzt brauche ich Jeans-Nachschub, die Bodenkissen für die Terrasse sind im Kopf schon fertig, aber mein Kleiderschrank gibt - zumindest jeansmäßig - nichts mehr her, auf dem Flohmarkt neulich habe ich keine einzige Jeans gefunden, die ich gemocht hätte... Orrr, ich habe ein Jeans-Problem.

Vielleicht gucke ich gleich mal den Stapel vom Freund durch...

 


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Wie ich Brettchen selber gemacht habe und danach genau so lange den Keller putzen musste...

Ich benutze gerne Holzbrettchen in der Küche. Zum Schneiden, Anrichten, Frühstücken, als Untersetzer, ich mag einfach die Haptik und die Optik. Nun sind die, die ich gut finde, oft ganz schön teuer, und bei uns im Keller stapeln sich die Holzreste, da dachte ich mir, das kann man ja auch selber machen. 


Also passendes Holz ausgesucht, möglichst nicht behandelt, Obstgehölz oder Olive wäre natürlich schön, aber wer hat das schon im Keller rumliegen, bei mir wurden es Reste einer Buchenholzarbeitsplatte, mit Bleistift die Form aufs Holz gezeichnet, mit der Stichsäge ausgesägt (laut!), und dann mit der Schleifmaschine geschliffen. Sehr lange geschliffen - die Oberflächen, die Ränder, grobes Schleifpapier, feineres Schleifpapier, im letzten Durchgang mit der Hand, bis es sich wie ein Handschmeichler anfühlte...


Nach dem Schleifen umgesehen, alles voller Holzstaub, ich, der Keller, die Regale, die Wände, als ob jemand eine Tüte Mehl durch die Gegend gepustet hat, das Putzen hat dann etwa genauso so lange gedauert wie das Schleifen. Der Freund meinte übrigens später, warum ich denn nicht die andere Schleifmaschine genommen hätte, die wäre doch besser und hätte ja auch ´nen direkten Anschluss für den Staubsauger, arghhh, wieso bitte besitzen wir eine doofe und eine gute Schleifmaschine, wieder was gelernt. Meine Brettchenherstelllust ist damit erstmal gedämpft. Vier Brettchen, ein ganzer Nachmittag... Aber ich bin auch eine bisschen stolz auf meine ersten handgemachten Bretter, Holz ist ja nicht so mein Metier.


Nach dem Schleifen wurden die Brettchen dann noch mit einem weichen Lappen geölt, ich habe Sonnenblumenöl benutzt, Olivenöl oder Leinöl geht auch, auf jeden Fall sollte es ein Speiseöl sein, soll ja lebensmitteltauglich sein. 


Ach ja, und nachdem die Brettchen das erste Mal mit Wasser in Kontakt kommen, stellen sie nochmal die Härchen auf und sind gar nicht mehr schmeichelglatt, das ist normal, habe ich mir sagen lassen, man muss dann nochmal mit der Hand nachschleifen. 

Und um in der orange-dominierten heutigen Bildergalerie nicht nur Brettchenbilder zu zeigen, gibt es noch den selbstgenähten Nackenhörnchenhund zu sehen, treuer Begleiter auf langen Autoreisen, und die Frau mit Fuchs, Acryl auf Leinwand, vor einigen Jahren gemalt und seitdem immer an der Wand.

 

Die Brettchen wandern zum creadienstag und zum Kopfkino,  ich wünsch euch einen sonnigen, kreativen Tag!

 


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Stoffexperimente - Bedrucken und Entfärben mit Bleichmittel

verschiedene Stoffe mit Farbe und Bleichmittel bestempelt (develloppa)

Stoffe bestempeln ist nicht schwierig, es gibt verschiedenste Textilfarben und das Ergebnis ist relativ vorhersehbar, hier zu sehen auf dem grauen Stoff, mit selbst gemachtem Moosgummi-Vogelstempel schwarz bestempelt.

Möchte man allerdings helle Vögel auf dunklem Stoff, wird es schon experimenteller. Man kann natürlich mit weißer Farbe stempeln, aber damit habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, die bedruckten Stellen sind im Griff meist steif und können im Lauf der Zeit brüchig werden.


Als erstes habe ich Kaltwachs getestet. Das ist flüssiges Wachs und wird eigentlich hauptsächlich für Seidenmalerei verwendet, ich habe es mit einem Pinsel auf den Stempel aufgetragen und auf den Stoff gestempelt. Da es farblos ist, hat man wenig Kontrolle, wo genau man schon gestempelt hat. Danach trägt man mit einem Pinsel Textilfarbe auf. Die Wachsstellen sollten jetzt eigentlich hell bleiben. Klappt aber nicht so gut bzw. sehr ungleichmäßig. Die Punkte habe ich übrigens mit dem Pinsel aufgetupft, das war so gewollt. Man verbraucht sehr viel Textilfarbe und das Endergebnis ist ein ziemlich steifer Stoff, auch nach dem Waschen.  Das ist also noch nicht zufriedenstellend. Vielleicht muss man einen sehr dünnen Stoff benutzen, ich werde weiter probieren.

Dann gibt es noch die Möglichkeit, Stoffe mit Entfärbersalz oder Chlorbleiche partiell zu entfärben. Ich habe hier Chlorbleiche aus der Drogerie benutzt, ich habe seit Jahren eine Flasche nur für Bastelzwecke, im Haushalt verwende ich es nie. Bei sachgemäßem Umgang ist Bleiche ungefährlich, aber man sollte ein paar Regeln einhalten: gut lüften, Kinder, Hunde und Katzen fern halten, Handschuhe tragen, Zeitung unterlegen, Gebrauchsanweisung beachten (nicht mit Essig oder anderen säurehaltigen Mitteln in Verbindung bringen), Synthetikpinsel verwenden. 


Etwas Bleiche (ca. 1 EL) in ein kleines Schüsselchen geben (man braucht zum Stempeln nur sehr wenig), auf Moosgummistempel pinseln, Stempel fest auf den Stoff drücken, abnehmen, warten. Das ist sehr spannend. Erst sieht man nichts, dann wird der Stoff langsam heller. Manchmal auch nicht. Chlorbleiche funktioniert nämlich nur auf pflanzlichen Fasern, also z.B. Baumwolle/Jeans etc., nicht bei Wolle, Seide oder Polyester. Die wenigsten Entfärbungen werden übrigens richtig weiß. Je nachdem, wie der Stoff gefärbt wurde, kann das Ergebnis orange (besonders bei schwarzen Stoffen) oder gelb, rosa oder beige werden, also am besten vorher an einer unauffälligen Stelle testen. Wenn der gewünschte Ton erreicht ist oder es nicht mehr heller wird, den Stoff gründlich mit Wasser auswaschen, die Arbeitsmaterialien ebenfalls gut mit klarem Wasser reinigen (und falls noch ein Rest im Schüsselchen ist, kann der zurück in die Flasche und muss nicht in den Ausguss).

Wer nicht gern mit einem Pinsel arbeitet, kann ein Stück Schwammtuch auf einen Teller legen, etwas Bleiche darauf geben und dann hat man eine Art Stempelkissen, man verbraucht dadurch allerdings etwas mehr Bleiche.


Viel Spaß beim Experimentieren!

Und aus dem Stoff sind dann gleich zwei neue Einkaufstaschen entstanden. Als Plastiktütenverweigerer kann man ja nie genug Stoffbeutel haben:-). Eine ist erstmalig mit Lederboden, das hat die Nähmaschine mit einer Ledernadel ganz gut geschafft. Ich benutze kein spezielles Schnittmuster dafür, die Taschen sind immer verschieden groß, nur die Nähtechnik ist immer gleich, sozusagen ein Lieblingsmix verschiedener Schnitte. 


Ich hoffe, ihr seid gut durch diesen stürmischen Regentag gekommen und schaue gleich mal, was es beim  creadienstag heute noch so gibt.

Stofftaschen, genäht aus selbst bedrucktem Stoff (develloppa)

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Ostergebastel II - Hasenpapier

bestempeltes Hasenpapier (develloppa)

Normalerweise bestempele ich ja Stoffe, heute aus gegebenem Anlass mal Papier. 

So ein Stempel ist schnell gemacht: einen Hasen auf eine Moosgummiplatte (gibt es in DIN A4 für ca. einen Euro im Bastelladen) zeichnen, mit einem Cutter oder einer scharfen Nagelschere ausschneiden und auf ein Stück Holz kleben (vielleicht habt ihr im Keller noch ein altes Brett, von dem man ein Stück absägen kann). 

Den Hasen mit Farbe bepinseln und losdrucken - auf Packpapier, Platzkärtchen, Servietten, Tütchen für Ostersüßigkeiten, was euch einfällt... oder wenn ihr Stoffmalfarbe benutzt, auch auf die Tischdecke fürs Osterfrühstück:-) Ich habe schwarze Acrylfarbe aus der Tube benutzt, und am liebsten trage ich die Farbe direkt mit dem Finger auf, da habe ich die beste Kontrolle drüber und Stempelkissen decken nicht so gut. 


Und aus dem restlichen Moosgummi kann man noch jede Menge Tierchen, Sterne, Herzen oder sonstwas schnippeln und sich einen kleinen Stempelvorrat anlegen. 

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Ostergebastel

Ostergebastel - ein geflochtenes Osterkörbchen aus Zweigen / by develloppa

Ich bastele und werkele ja gern, Osterdekoration gehörte, solange ich alleine gewohnt habe, allerdings nicht dazu - überflüssiger Schnicksschnack, der danach wieder weggeräumt werden muss. Tja, seit ich patchworkig wohne und hier Kinder ein- und ausgehen, gehört auch Österliches zum Repertoire.

Voilá, es wurde gebastelt:

Nicht neu, aber immer wieder hübsch: aus lufttrocknender Modelliermasse mit Keksausstechern Hasen und Eier ausstechen (oder mit einem scharfen Messer ausschneiden) und mit Keksstempelbuchstaben beschriften.


Küken gehen immer, diesmal Bommelküken aus pinker Wolle. Die Bommeln herzustellen ist etwas fummelig, wir haben sechs Stück geschafft, Anleitungen gibt es genug im Netz. Man kann Wackelaugen ankleben oder einfach Papieraugen ausschneiden und die Pupille schwarz malen, die Schnäbel sind Papierdreiecke.

Die eine Hälfte Bommelküken sitzt an einem Frühlingskranz, dazu ein paar Zweige in der Mitte ein paarmal mit Blumendraht umwickeln, zum Kranz oder Ei biegen und an der Kreuzstelle gut zusammen binden, etwas Moos und nach Wunsch Blüten zwischen die Zweige stecken, Wachteleier und Bommelküken mit Heißkleber ankleben.


Die andere Hälfte Küken sitzt im Eierkarton (der ist tatsächlich taubenblau), zusammen mit ein paar Eierschalen, Moos und Federn.


Diese wilden Gesellen aus ausgeblasenen Eiern hat der Freund schon im vorletzten Jahr mit dem Kind gebastelt, sie wohnen in der Osterkiste und werden jedes Jahr wieder rausgeholt, sie heißen übrigens Roti, Silbi und Goldi, nunja...


Das schaukelnde gelbe Küken stammt ebenfalls aus dem letzten Jahr, die Idee ist von hier (meins hat einen zusätzlichen Draht durch den Kopf, weil es immer vom Sitzdraht gekippt ist).


Falls ihr noch mehr Inspirationen braucht: auf meinem Pinterest-Board habe ich noch ein paar Ideen gesammelt. 

Osterbasteln: Frühlingskranz mit pinken Bommelküken und Wachteleiern  / by develloppa

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Stoffschnüre nähen

Schnüre aus Stoffstreifen / develloppa

Manchmal sitze ich vor meinem Stoffregal und frage mich, warum ich diesen oder jenen Stoff irgendwann mal gekauft habe, zu bunt, zu langweilig, zu dünn, mit lila Matroschkas... Zur Lieblingstasche schaffen sie es also nicht mehr, aber sie können zum Beispiel hübsche Schnüre werden, man kann nämlich mit der Nähmaschine aus Stoffstreifen ganz einfach Schnüre selber machen. 


Dazu Stoff in ca. 2,5 cm breite Streifen schneiden (das geht am einfachsten mit dem Rollschneider).

Den Stoffstreifen vor dem Nähfüßchen immer schön zwirbeln (in sich verdrehen) und mit einem Zickzackstich, der das ganze Stoffröllchen umschließt, übernähen. Da muss man ein wenig ausprobieren, welche Stichlänge und Breite gut ist, je nachdem wie dick der Stoff ist. Meine Maschine hat wegen zu wenig Auflagefläche den Transport (also das Weiterschieben der Schnur) nicht alleine geschafft, man muss also mit der anderen Hand (die nicht vorne zwirbelt) hinten etwas nachhelfen und die Schnur weiterziehen. Es macht nichts, wenn die Zickzackstiche mal enger oder weiter auseinander landen. Zum Nähen kann man farblich passendes oder kontrastierendes Garn nehmen, auch unterschiedliche Farben von Ober- und Unterfaden können schöne Effekte ergeben, ganz nach Geschmack. Und wenn man eine ganz lange Schnur haben möchte (weil man sie z.B. verhäkeln möchte), einfach mehrere Streifen vorher rechts auf rechts aneinandernähen.

 

Ein paar Ideen, was man mit diesen Schnüren alles so machen kann, zeige ich euch dann demnächst....

 

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Stickgarnverwertung- bestickte Täschchen

bestickte Täschchen - von develloppa

Ich habe neulich von meiner Mutter einen Beutel voll Stickgarn bekommen. Sie braucht das nicht mehr, und ich kann ja sowas immer gebrauchen, sagt sie. Das Stickgarn ist zum Teil noch original DDR-Ware, viele Reste, verschiedene Qualitäten. Mit Sticken bin ich bis jetzt noch nicht richtig warm geworden, ein Kreuzstichversuch scheiterte an meinem (Ver)Zählen und meiner Ungeduld. Aber das Flächige bei diesem Versuch mag ich. Beim nächsten Mal würde ich noch enger sticken, damit keine Lücken hervorblitzen. Und ja, man hätte das auch ordentlich vorzeichnen können, dann wären die Ränder wohl gerader geworden, aber ich habe einfach spontan angefangen und hinterher ist man ja immer schlauer und ein bisschen schräg ist manchmal gar nicht schlecht:-)

 

Ich habe übrigens einen Streifen sehr dünnes doppelseitig klebendes Bügelvlies auf die zu bestickende Stelle gebügelt, nach dem Sticken noch mal drüber gebügelt, dann kleben die Stickgarnfäden fest und die Stickerei wird so besser fixiert.

 

Das restliche Stickgarn wandert jetzt aus der doofen Plastiktüte in die neuen Sticktäschchen, natürlich farblich sortiert nach Blautönen und Rottönen.


Diese animierte Stickarbeit macht mich sprachlos, so toll!


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Nähzimmer: neue Handschuhe aus alter Jacke

Handschuhe selber zu nähen ist eine super Sache.

Weil hier nämlich andauernd Handschuhe abhanden kommen.

Weil es draußen immer noch sehr kalt ist.

Weil man ausrangierten Pullovern oder Jacken zu neuem Leben verhelfen kann (bei mir einer alten Wildlederjacke, mit einer Ledernadel in der Maschine war das Leder sehr gut zu nähen)

Weil man ihnen innen kuscheliges Fleecefutter verpassen kann.

Weil man die Bündchen so lang machen kann, wie man will (wer lange Arme hat und Fahrrad fährt, weiß das sehr zu schätzen).

Weil dieses Schnittmuster von pattydoo gut verständlich ist und sie schnell genäht sind (die Größe habe ich entsprechend der Handgröße pi mal Daumen angepasst)

Weil die Fuchsvariante (bei mir Graufuchs), Anleitung ebenfalls von pattydoo, einfach gute Laune macht.

Weil man Mitbewohnern damit eine große Freude machen kann.

 

upcycling: selbst genähte Handschuhe nach einem Schnittmuster von pattydoo

verlinkt zum upcycling-tuesday



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Gefiederte Freunde

Ich habe das große Glück, ein kleines Stück Garten zu haben, mitten in der Stadt. Darüber freue ich mich jeden Tag. Es ist mein morgendliches Ritual, mit dem ersten Kaffee eine Runde durch den Garten zu wandern und nach dem Rechten zu sehen. Jetzt im Winter ruht der Garten. Obwohl - nicht ganz. Vor zwei Wochen lag hier etwas Schnee und ich habe Vogelfutter gemacht, um den Vögeln zu helfen, gut über den Winter zu kommen (und natürlich auch, damit sie es hier super finden und mal ein Nest bauen). Rezeptideen gibt es hier. Zum Einfüllen habe ich ausrangierte Tassen, Stücke von Papprollen und leere Milchkartons benutzt. Mein Favorit sind eindeutig die Milchkartons, da läuft beim Einfüllen nichts raus, und auch bei den Vögeln sind sie am beliebtesten, es gibt ständig Streit um die Sitzplätze:-)  Dazu Milchkarton gut auswaschen, oben und unten gewünschte Länge abschneiden, mit Heißkleber einen Ast reinkleben, ein Loch für das Band zum Aufhängen pieken, Futtermischung noch warm einfüllen, nach dem Aushärten aufhängen, warten. Hier hat es ca. eine Stunde gedauert, bis die ersten sich getraut haben. Über eine flache Schale mit frischem Wasser (möglichst katzensicher aufgestellt) freuen sie sich übrigens auch. Es macht so Spaß, das rege Treiben zu beobachten.


Und ich stelle fest, dass ich die wenigsten Arten kenne. Ja gut, die Kohlmeisen, die Amseln, die über den Rasen huschen, den Eichelhäher... aber diese hier auf dem Foto? Ich habe mir also vorgenommen, die verschiedenen Vögel im Garten in Zukunft zu erkennen. Es gibt vom NABU einen Online-Vogelführer und auch eine App dazu, das werde ich mal ausprobieren. Und ein  Vogelstimmenquiz, ebenfalls vom NABU. Oder wie wär´s mit einer Vogelgesangs-CD?


Egal ob töpfern, nähen, malen, Fimo-Broschen basteln - Vögel tauchen (neben Hunden) bei meinen kreativen Ausprobierereien immer wieder auf, sie machen mir einfach gute Laune.

 

Wunderschön finde ich diese aus Stoff gebastelten Vögel von Abigail Brown.

 

Und diese hier von Angela Moulton, die jeden Tag ein kleines Bild malt.

 

Hier ein Video von einem tanzenden Vogelschwarm. Faszinierend.


Schönen Tag euch, ich gehe wieder Vögel beobachten.

 


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Nähzimmer - Täschchen gehen immer

 genähte und bedruckte Täschchen, handmade by develloppa

Man kann an seinem freien Tag ja so Dinge machen wie spazieren gehen, Freunde treffen, ins Kino gehen, oder lesen.... oder man hockt den ganzen Tag in seinem Arbeitszimmer und näht. Ein Fall von Machzwang. Außerdem hat´s geregnet gestern. Wenn ich nähe, tauche ich völlig ab in Bergen aus Stoff, Ideen, Skizzen, in nullkommanix kann man in meinem Mini-Arbeitszimmer nicht mehr treten (egal wie viel Platz man mir gibt, ich bräuchte mehr...), und auf rätselhafte Weise findet man irgendwann in der kompletten Wohnung Fusseln oder Stecknadeln. 

Diese Täschchen sind dabei herausgekommen. Im Moment greife ich besonders gern zu Naturfarben (obwohl mein Stoffregal übervoll mit bunt bedruckten Stoffen ist) und ich mag das Herumexperimentieren mit verschiedenen "Beschriftungs"techniken, für die neuen Täschchen wurde Stoff bedruckt, bemalt und entfärbt. 

Ich geh jetzt mal mein Nähzimmer aufräumen.

Und die Bilder wandern zum creadienstag.

Kosmetiktäschchen, bedruckt, bemalt, genäht, handmade by develloppa

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Weihnachtsbastelei: Anhänger aus Balsaholz

Bild: Weihnachtsanhänger,  aus Balsaholz geschnitten, von develloppa

Heute wurde krankheitsbedingt weihnachtsgebastelt. Die Anhänger sollten eigentlich aus Fimo entstehen. Aber dann stolperte ich im Baumarkt zufällig über dieses Holzbrettchen aus Balsaholz. Das hatte ich vorher tatsächlich noch nie in der Hand, es ist superleicht und weich, man kann es mit dem Fingernagel ritzen und brechen, also ja wohl auch mit dem Cutter schneiden! Ich sah völlig neue Möglichkeiten der Holzbearbeitung vor mir, denn mit einer normalen Säge und Sperrholz war ich beim Kettenanhängerbauversuch schon kläglich gescheitert. Es gab leider nur noch ein einziges Restbrettchen (10 x 100 cm und 4 mm dick, 2,50 Euro), ich hätte gern noch mehr experimentiert, vor allem mit Dünneren, die Brettchen gibt es nämlich in ganz verschiedenen Stärken, das geht bei 1mm Dicke los... Hier beim Künstlerbedarf Boesner zum Beispiel kann man sich darüber informieren und das Holz auch bestellen.

Das Holz lässt sich leicht mit dem Cutter schneiden, aber es bricht auch leicht in der Faserrichtung, man sollte also versuchen, immer möglichst schräg zur "Lieblingsbruchrichtung" zu schneiden, man bekommt da schnell ein Gefühl für... Dann mit dem Schaschlikspieß Löcher zum Aufhängen reinpieken, man kann sogar direkt mit der Nähnadel durchpieksen (und das bei 4 mm Dicke!), und zum Schluss kann man die Anhänger bemalen, besticken, bestempeln, wenn man sich verstempelt hat, das Ganze mit Maskingtape bekleben;-), oder einfach pur lassen - ganz nach Lust und Laune. Die Anhänger sind schnell gemacht und sehen hübsch aus an Zweigen oder an Geschenken,  oder wie wär´s als Tischdekoration für´s Weihnachtsessen, mit Namen bestempelt?

Das Schneiden mit dem Cutter sollten auf jeden Fall Erwachsene übernehmen, aber ab dann eignet sich diese Bastelei auch super für Kinder.

Und ich werde auf jeden Fall irgendwann auch noch mit den dünneren Brettchen experimentieren.

Weihnachtsanhänger, aus Balsaholz geschnitten und bestempelt, von develloppa
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Gebrannte Mandeln und genähte Bäumchen

selbst gebrannte Mandeln - develloppa

In meiner Küche duftet es gerade sehr weihnachtlich. Und jahrmarktig. Nach selbst gebrannten Mandeln! Es musste auf die Schnelle ein Geschenk für eine Freundin her, Mandeln und Zucker waren im Haus, das Bonbonglas ist gekauft und die Weihnachtsanhänger sind genäht. Ich habe für die Muster die verschiedenen Zierstiche meiner Nähmaschine benutzt, die ich sonst eigentlich nie verwende, endlich kommen die mal sinnvoll zum Einsatz.

Das Rezept für die Mandeln habe ich im letzten Jahr bei der wunderbaren Okka gefunden, ich habe es ein wenig abgewandelt, ich mag es, wenn die Zuckerschicht etwas dünner ist. 

 

Rezept (für ca. 500 g gebrannte Mandeln):

 

100 ml Wasser

200 g Zucker

300 g Mandeln (nicht geschält)

1/2 TL Zimt

Prise Salz

 

Wasser und Zucker zusammen in eine (beschichtete) Pfanne geben und erhitzen, sobald das Ganze aufkocht, die Mandeln in die Pfanne geben und mit einem Holzlöffel rühren. Das ist am Anfang recht flüssig, das muss so. Weiterrühren. Irgendwann werden die Mandeln weiß, nämlich wenn das Wasser verdampft ist. Weiterrühren. Jetzt fängt der Zucker irgendwann an zu karamellisieren und wird klar bernsteinfarbig, so lange rühren, bis alle Mandeln so aussehen wie auf dem Foto, dann auf ein Blech mit Backpapier geben und sehr schnell großflächig verteilen, Vorsicht sie sind sehr heiß und kleben aneinander fest, wenn sie etwas abgekühlt sind, kann man sie aber leicht auseinander brechen. Das Wichtigste ist also Geduld und ständiges ganz gemütliches Rühren. Und nicht heiß aus der Pfanne naschen, man verbrennt sich schnell den Mund! 

 

Mein Glas war zu voll, um den Deckel draufzukriegen (ihr seht es auf dem Foto), also konnte ich noch eine Schicht abnaschen, bevor die Leckerlis den Besitzer wechselten:-)


So wie der Seeräuber hier rüberschielt, hätte er wohl auch gern ein paar Mandeln. Wäre aber nicht gut für seinen Zahn. Deshalb wandert er rüber in den Shop, der in den nächsten Tagen mal etwas aufgefüllt wird. Braucht ihr noch Weihnachtsgeschenke? Dann schaut mal vorbei!


Euch einen schönen Tag!

genähter Weihnachtsbaumschmuck - made by develloppa
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Ich habe gehäkelt!

Bild: umhäkeltes Ladekabel / by develloppa

Kennt ihr das, da sammelt man bei Pinterest Ideen und Inspirationen und dann kommt man gar nicht dazu, auch nur einen Teil davon tatsächlich mal zu machen? Ein netter kleiner Anstupser ist hierfür die linkparty "one pin a week" von Lillesol und Pelle, also man versucht, ein Projekt pro Woche von einer beliebigen Pinnwand umzusetzen. Eine schöne Sache.

Also, das hier war mein pin. Und hier ist mein erstes Häkelprojekt überhaupt: tadaa, das Ladekabel ist umhäkelt! Da hier im Haushalt mehrere dieser gleich aussehenden Kabel rumschwirren, ist jetzt die Suche viel einfacher: bunt = meins! Das Häkeln ging für ein absolutes Greenhorn wie mich recht schnell, ich habe ca. 7 David-Bowie-Songs dafür gebraucht (heute schon den ganzen Tag auf meiner playlist), und es gibt diverse gut verständliche Anleitungen hier im Netz. Ja, das mit der Gleichmäßigkeit der Schlaufen muss ich noch üben, das geht besser. Und diese tolle Wolle, eigentlich Sockenwolle, macht einfach Spaß, man ist beim Häkeln immer schon gespannt, welche Farbe als nächste kommt. Da noch ganz viel Wolle übrig ist, muss ich mich wohl mal ans Socken stricken wagen. Oder ist das zu ambitioniert als erstes Strickprojekt?

 

Oder lieber sticken? Denn seit ich das hier gesehen habe, finde ich Sticken gar nicht mehr langweilig! Wow!

 

Wenn man so richtig häkel- oder strickbegeistert ist, verschwinden schon mal ganze Busse oder Bäume unter bunter Wolle, hier anzuschauen. Ich mag die eingehäkelten Fahrräder ganz besonders.


Und wie schon erwähnt, begleitet mich heute der seitimmerundewigtolle David Bowie musikalisch durch den Tag, diese Aufnahme von 1972 ist mein Fund des Tages! Hach.


Bild: Erdbeerproduktion im November! by develloppa

Und zum Schluss noch ein Blick auf meine fleißige Erdbeerpflanze, die völlig unbeeindruckt vom Herbst immer noch ständig neue Blüten und Erdbeeren produziert.

Habt einen schönen Tag!

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Ein Bergkissen, Käsestangen und Jane Goodall

Gestern hab ich beim Blogstöbern bei luziapimpinella auf dem Sofa diese Bergkissen gesehen und war schockverliebt - sofortiger Nachbastelzwang setzte ein und das Stoffregal wurde durchforstet. Voilá, seit heute wohnt ein schneebespitztes Bergkissen bei uns und ist gerade das neue Lieblingskissen, dick gefüllt und kuschelig. Für noch mehr Gemütlichkeit gibt es dazu Käsestangen, hier ist das Rezept:


125g Mehl

90g kalte Butter

1 Eigelb

120 g fein geriebenen Hartkäse (ich hab mittelalten Gouda benutzt, Parmesan geht auch gut, je nach Geschmack und was ihr im Kühlschrank habt)

Salz und Pfeffer


Alle Zutaten zügig zu einem Mürbeteig verkneten und mindestens 30 min kühl stellen. Dann auf ca 0,5 cm Dicke ausrollen und in Streifen/Stücke schneiden. Wer mag, kann noch Eigelb auf den Teig pinseln und Kekse mit Mohn, Sesam oder Kümmel und grobem Meersalz bestreuen.  Dann bei 180° ca. 15 min backen. 



Und die Zeit, die die Kekse im Ofen verbringen, ist genau so lang, um sich diesen (englischsprachigen) knapp 14 min langen Film anzuschauen, in dem die großartige Jane Goodall  über Nachhaltigkeit spricht. Sie hat ja so Recht. 


"Every single individuum makes a difference, every single day, and we have the choice." 




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Fledermäuse, Kürbisse und Monster - es ist Halloween!

Bild: selbst genähte Stoff-Fledermäuse / by develloppa

Diese ganze Plastik-Kürbis-Spinnen-orange-schwarz-Dekoration, die man in vielen Geschäften sieht, ist so gar nicht meins. Überhaupt, mit Halloween kann ich nicht viel anfangen. Aber Kinder lieben es nun mal, so ganz kann man sich dem also nicht entziehen.


Unsere "Dekoration" besteht aus Fred und Eddie, zwei selbstgenähten Fledermäusen, die hier schlafend rumhängen und ihren Abhängplatz immer mal wechseln, da ihre Beine ganz einfach überall drangeknotet werden können. Die beiden machen einfach gute Laune, es gibt kein Schnittmuster dafür, sie sind "frei Hand" genäht.


Diese Fledermausgirlande wird gerade noch gebastelt, oh ich mag die Form der Fledermäuse so sehr!


Und Kürbisse esse ich lieber als sie zu verbasteln,  aber gäbe es einen ausgehöhlten Kürbis, würde er vielleicht so aussehen, wie ein Nachthimmel mit Sternbild.


Das Kind trägt heute ein von mir genähtes (und als Tasche getarntes!) Monster, das nur darauf wartet, dass man ihm Süßigkeiten in den Bauch stopft, die Idee für diese süße Tasche ist von hier.


Ich trage eine Fledermauskette, ganz einfach selbst gebastelt und hier gezeigt.


Und natürlich gibt es ohne Ende Süßkram und viel Schminke. Auf geht´s, es wird langsam dunkel, trick or treat, das Klingeln und Gedicht aufsagen kann beginnen!


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Für jede Laune eine Kette - und supereasy selbst gebastelt

Kettenanhänger und Broschen aus Modelliermasse gebastelt. by develloppa

Eigentlich hatte ich Anhänger und Broschen aus dünnem Holz im Kopf. Dazu fehlte es mir aber an handwerklichem Geschick oder dem richtigen Werkzeug, das Holz franste aus und brach und Rundungen gingen schonmal gar nicht... Neuer Plan musste her: Modelliermasse, im Bastelgeschäft für ein paar Euro zu erwerben, gibt es lufttrocknend (die habe ich benutzt) oder im Backofen zu härtend.

Die Modelliermasse mit dem Nudelholz ausrollen und mit einem scharfen Messer frei Hand (oder mit Hilfe einer Papiervorlage) die gewünschten Motive ausschneiden. Wer es noch einfacher haben möchte, benutzt einfach Keksausstecher.

Für die Anhänger mit einem Holz(schaschlik)spieß Löcher pieksen, nicht zu klein, damit dann später auch ein Bändchen durchpasst.

Ein bis zwei Tage trocknen lassen, bis sie ganz hart sind. Am Anfang des Trocknens wölben sie sich manchmal, dann vorsichtig umdrehen und wieder platt drücken.

Die fertig getrockneten Anhänger vorsichtig mit feinem Schleifpapier noch etwas bearbeiten, Unebenheiten und die Kanten schön glätten. Dann bemalen. Ich habe Acrylfarbe, Goldlack und Strukturpaste aus dem Bastelvorrat benutzt. 

Für die Broschen eine Anstecknadel mit Heißkleber auf der Rückseite ankleben, besser weiter oben, damit die Brosche nicht nach vorne kippt (Schwerpunkt beachten).  Für die Ketten nach Lust und Laune Lederbänder, farbige Schnüre, Ketten durch die Löcher ziehen und verknoten. Voila. 

 

Kinder haben an dieser Bastelei auch Spaß, besonders wenn es Tierfiguren-Keksausstecher gibt:-)

 

Meine absoluten Lieblinge sind im Moment die Wolke und der Vogel. Und zu Halloween gibt´s  dann mal die goldene Fledermaus. 


Kettenanhänger und Broschen aus Modelliermasse
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T-Shirt-recycling Teil 1

Klamotten aussortieren - gern schiebe ich das vor mir her. Bis der Kleiderschrank dann so rumpelvoll ist, dass man kaum noch was findet. Und man gleichzeitig manchmal davor steht und denkt: Hilfe, ich hab nix (Passendes) anzuziehen!  Wie sehr wünsche ich mir einen Kleiderschrank, in den ich blind hineingreife und das Teil ist richtig für mich. Weit davon entfernt. Aber entrümpeln und reduzieren ist ein erster Schritt. Mit all den Sachen konfrontiert werden, bei denen man sich fragt, in welcher Laune man das denn bitte gekauft hat, oder die nach dem Waschen auf unerklärliche Weise ihre Form verändert haben, einsehen, dass das Lieblingsshirt einfach nicht mehr passt und man auch nicht wieder reinschrumpft. Und nein, es auch nicht mehr auf den Stapel für den Garten oder zum Sport gelegt wird und ich auch nicht 10 Schlafshirts brauche.  Ich mag die Idee, alten Klamotten ein zweites Leben zu geben, sie zu zerschnippeln und damit herumzuexperimentieren, damit werden sie  Arbeitsmaterial, und wenn das Resultat nicht gefällt, hat man zumindest keinen teuren Stoff in den Sand gesetzt. Und wenn´s klappt, hat man ein individuelles Stück, in dem Erinnerungen stecken.

 

Diese Körbchen hier sind aus einem Stapel aussortierter T-Shirts entstanden. 

Die Inspiration für diese Bastelei war  dieser großartige Korb.

Nur halt etwas kleiner sollte mein Erstversuch werden und statt per Hand mit breitem Zickzackstich an der Maschine genäht. Das erwies sich allerdings als recht mühsam, da das geflochtene Seil kaum unter das Nähfüßchen passte und man die Seitenwölbung schwer gleichmäßig hinbekommt. 

Also beim nächsten mal vielleicht doch mit der Hand nähen.


Oder diese tollen Jerseykörbchen basteln. So schön sind die!


Oder einen kleinen runden T-Shirt-Teppich so wie hier...


Ich glaube, ich muss nochmal ein paar Shirts aussortieren. 

 

 

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Monster aus Pappkartons

Bei uns gab es vor einigen Tagen eine Monstergeburtstagsparty. Und ja - es wurde Dekoration verlangt, also wurden Monster gebastelt. Nun ist ja Materialgroßeinkauf für einmalige Anlässe nicht so mein Ding, und so wurden die Kartons aus dem Altpapier verbastelt.

Pappe und Wellpappe lässt sich ganz einfach mit dem Cutter/Teppichmesser schneiden, also ein großes Maul mit Zähnen reinschneiden (das sollten auf jeden Fall Erwachsene machen) und dann von außen nach Lust und Laune monsterig bemalen oder bekleben.

Je nach Größe können die Kartonmonster Süßigkeiten in ihrem Maul haben, man kann ihnen auch Servietten oder Besteck geben, die etwas größeren Monsterkartons warten darauf, dass man ihnen was ins Maul wirft (und eignen sich am Ende der Party hervorragend als Mülleimer), und aus einem ausgedienten Umzugskarton kann man ein großes Aufstellmonster bauen - für Wurfspiele, als Deko oder für lustige Fotosessions... (ich habe auf der Rückseite mit Heißkleber und Schrauben Holzleisten angebracht, damit das Ganze stehen kann, ).

Und aus den ausgeschnittenen Mäulern und Pappresten kann man gleich noch mehr kleine Monster basteln oder Sprechblasen machen. 

Großer Bastelspaß, großer Partyspaß, kein extra Material gekauft. So mag ich das.

Und da das ja auch irgendwie upcycling ist, geht das jetzt rüber zu Ninas Upcycling tuesday.


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Eine Decke für Timon

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Lieber Timon, herzlich willkommen auf der Welt!

Wir freuen uns über dich und mit deinen Eltern! Zur Geburt bekommst du eine kuschelige Decke, mit einer extra Portion Liebe genäht. 

Bis bald, wir freuen uns, dich kennen zu lernen!

 

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Wassermelonenliebe + Stoffliebe + Bastelliebe : das kommt dabei heraus:

Ich bin voll auf Wassermelone! Muss am Wetter der letzten Tage liegen, oder an meiner kleinen Wassermelonenwäscheklammer, oder an den leckeren Wassermelonensalaten, jedenfalls hatte ich gestern das große Bedürfnis, mir meinen eigenen Wassermelonenstoff zu basteln. Heraus gekommen sind 4 verschiedene Stoffstücke, bemalt und bedruckt in leicht unterschiedlicher Technik, die ich euch hier kurz zeigen möchte.

Es fing an mit einem kleinen Stück Leinenstoff, auf das ich mit Textilfilzstiften einfach kleine Wassermelonen gemalt habe, das geht supereasy, ist aber recht zeitaufwendig und deshalb für größere Flächen nicht zu empfehlen. Die Farben der Stifte sind auch eher zart, also nichts für knallige Effekte. Ich habe fabric marker von Marvy benutzt, gibt es bei Panduro, ihr könnt einfach schauen, was es im Bastelladen eures Vertrauens an Textilfarben gibt.

Hier bei Nummer 2 hab ich das komplette (halbkreisförmige) Stoffstück mit Textilfarbe und Pinsel bemalt. Ich habe den Stoff dafür nass gemacht, weil ich so eine Art Aquarelleffekt haben wollte, außerdem gehts schneller, weil sich der Stoff nicht mehr so vollsaugen muss, isser jetzt nämlich schon.... Die Kerne habe ich nach dem Trocknen mit Textilfilzstift aufgemalt, denn die sollen ja nicht verlaufen. Fazit: Das geht total schnell, sieht knallig aus, die Farben verlaufen wie gewünscht etwas, man muss also nicht ordentlich malen:-) Das wird ein Kosmetiktäschchen in Wassermelonenfarbe UND Wassermelonenform!

Stoff Nummer 3 ist ein dünner weißer Leinenstoff, der früher mal ein Bettlaken war (Danke Mutti!). Hier wurde gestempelt. Dazu mit der Schere ein halbrundes Stück Moosgummi (Moosgummiplatten gibt es im Bastelgeschäft) ausschneiden und auf Stück Holz kleben, fertig ist der Stempel. Mit dem Pinsel Stoffmalfarbe auftragen und drauflosstempeln, kreuz und quer, es darf unregelmäßig sein. Meine benutzte  Farbe war Neonpink (von Panduro), ich hab unregelmäßig ganz wenig gelb beigemischt, damit es lebendiger wird. Wenn die Farbe trocken ist, mit den Stoffmalstiften die Schale zeichnen (gelb und grün) und die schwarzen Kerne. Voila, dieses Stück wird ein Geschirrtuch.

Und das letzte Stoffstück ist ein dickerer fester cremefarbener (Ex-Sonnensegel-) Stoff, der sich super bearbeiten ließ. Gestempelt wurde wie oben, die Schale wurde hier allerdings mit Stoffmalkreide (von Pentel, gibt es bei z.B. bei IDEE-Markt) gemalt, was deutlich schneller geht als mit Filzstiften (für den dünnen Stoff gingen die Kreiden nicht gut, weil man ordentlich aufdrücken muss und den Stoff dann zusammenschiebt). Die Textur ist wie Ölkreide, die Farben vermischen sich schön beim Übermalen. Aufpassen muss man, damit nichts verschmiert, also immer schön von links nach rechts arbeiten (für die Rechtshänder:-), mit Papier abdecken oder zwischendurch mal bügeln. Gebügelt werden müssen übrigens alle Stoffe, wenn ihr mit dem Gestalten fertig seid, so wird die Farbe fixiert und übersteht den nächsten Waschgang, steht aber alles auf den Farben, die ihr benutzt, genau drauf. 

Fazit: am meisten Spaß gemacht hat´s auf dem festen Stoff, weil es mit den Kreiden am schnellsten geht und nichts verrutscht, das macht bestimmt auch Kindern Spaß. Aber Achtung, die weichen Kreiden machen bunte Finger!

Ich bin glücklich mit meiner kleinen Stoffproduktion und werde demnächst zwei Kosmetiktäschchen, ein Geschirrtuch und eine Strandtasche mit Wassermelonendesign mein eigen nennen können. 

Viel Spaß beim Nachmachen, liebste Grüße

Dagmar

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let the sun shine!

Diese hübschen Sonnenbrillenverpackungen sind entstanden, weil ich einfach kein Sonnenbrillenetui gefunden habe, das ich mochte. Entweder dickes hardcase, was mir immer zu viel Platz in der Tasche wegnimmt, vor allem wenn man die Brille auf hat, oder zu klein für meine Riesensonnenbrille, oder offen und somit strandsandanfällig oder null gepolstert oder schlicht langweilig oder hässlich. Also ran an die Nähmaschine, das ist dabei rausgekommen. Individuell, weich und leicht, mir jedenfalls machen sie gute Laune. Eine behalte ich für mich, der Rest wandert in den Shop. 

Und hier schonmal ein kleiner Teaser für morgen, es geht um Wassermelonen. Auf Stoff.

Bis dahin liebste Grüße, Dagmar

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neue Täschchen im Shop

Trotz des großartigen Sommerwetters sind ein paar neue Täschchen entstanden und wandern gleich in den Shop.

Und die Bildqualität schiebe ich jetzt einfach mal auf das Hitzeflirren, das in der Luft liegt, 33 Grad im Schatten!

 

Und die Herbstanemone steht in voller Blüte und lockt unzählige Bienen an.

Euch einen wunderschönen Sonntag - und: be awesome today! 

 

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Darf ich vorstellen: ein Bettdeckenverstau-Pouf und Siggi Sorgenfrei

Es wurde mal wieder genäht im Hause develloppa. Das Kind wünschte sich einen Sorgenfresser und ich eine neue Bettdeckenaufbewahrungstasche, nachdem bei dei der ollen (Plastik)betttasche der Reißverschluss kaputt war. Das ist dabei herausgekommen:

Die Betttasche wurde ein Pouf. Aus einem festen Möbelbezugsstoff, den ich schon lange im Regal liegen hatte. Und er ist multifunktionsfähig: man kann drauf sitzen, sehr bequem Füße drauf legen, dank der Schlaufe an der Seite einfach durch die Gegend tragen, und statt teurem Füllmaterial beherbergt er nicht benötigtes Bettzeug. In meinem stecken 2 Bettdecken, 2 Kopfkissen und ein Schlafsack. Ja, er ist irgendwie etwas größer geworden als geplant. Und er ist nicht so formbeständig wie mit Kügelchenfüllung. Aber Kügelchen sind die Hölle, ich habe einmal einen Riesensitzsack aufgeschnitten... tut! das! nicht!! Alle Sicherheitsvorkehrungen haben nix genützt und es hat Stunden gedauert, die Kügelchen wieder einzufangen. Also viiiiel besser: Bettzeug reinstopfen, kann man bei Bedarf rausholen, Hülle waschen, herrlich. Ich mag meinen Riesenpouf. 

Und zu Siggi Sorgenfrei muss ich nicht viel sagen, oder? Sorgenfresser sind ja nun keine neue Erfindung, aber das Kerlchen ist einfach zum lieb haben, hatte heute einen entspannten Tag und macht seinen Job hoffentlich gut. Geteilte Sorgen sind schließlich halbe Sorgen, und wenn sie jemand einfach auffuttert, noch besser. Ich glaub ich will auch einen:-)

 

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Punkte + ne alte Tischdecke = neue Tasche

Gestern hab ich gebastelt. Genauer gesagt mal wieder genäht. Ich brauche nämlich ein paar neue Einkaufsbeutel, da ich mir vorgenommen habe, so gut es geht auf doofe Plastiktüten zu verzichten. Also braucht Frau erstmal ein paar Stoffbeutelchen. Nun hab ich zwar ein volles Stoffregal mit tollen Stoffen, aber je schöner der Stoff, desto geiziger bin ich damit. Also muss was Einfaches her, ne Tischdecke. Ich besitze neben den Stoffschätzen nämlich auch ein kleines Lager an ausrangierten Tischdecken und Bettbezügen (die eignen sich super zum Probiernähen von Kleidern, dann verhaut man wenigstens nicht den teuren Stoff, wenns nix wird, ich spreche aus Erfahrung), und weil Tischdeckenstoff allein zu öde, wird er noch schnell mit Punkten bestempelt. Ich liebe Punkte. Dazu aus Moosgummi einen Kreis ausschneiden, auf ein Stück Holz kleben, Stoffmalfarbe drauf und frei Hand losstempeln, es sieht sogar schöner aus, wenn es nicht so perfekt ist. Ich trage die Farbe gern mit einem Pinsel auf, man kann auch ein Stempelkissen basteln (z.B. den Plastikdeckel einer alten CD-Hülle benutzen, dick Farbe drauf, dann ein entsprechend großes Stück Filz drauf, vorsichtig schön durchsapschen, fertig ist das Stempelkissen). Ich hab mit Pinsel aber mehr Kontrolle, ob überall Farbe auf dem Stempel ist und ich hab nicht so schnell Farbe auf den Holzrändern.

Dann durch Bügeln fixieren, Taschenteile zuschneiden, nähen, feddich. Der Taschenschnitt ist eine Charlie-Bag, dafür gibt es verschiedene Anleitungen im Netz (z.B. reversible bag von verypurpleperson), wenn man das Gefummel mit den Henkeln einmal verstanden hat, geht sie ratzfatz und man kann gut mit der Größe rumspielen.

 


selbst bedruckte Charliebag von develloppa
selbst bedruckte Charliebag von develloppa

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Das Futter ist übrigens ein alter Bettbezug und der "beyond Tellerrand" - Aufnäher war mal ein Schlüsselband. Also das voll das upcycling-Projekt.

Das ist mein Schlusswort für heute, mehr "über den Tellerrand schauen", mehr Beweglichkeit, in den Köpfen und in den Füßen. Macht´s gut!

 

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